1. 24RHEIN
  2. Buchtipps

Starke Frauen in turbulenten Zeiten: Isabel Allendes „Violeta“ – genau das Buch, das wir jetzt brauchen

Erstellt:

Von: Sven Trautwein

Im August feierte Isabel Allende ihren 80. Geburtstag. In ihrem neuen Roman „Violeta“ entwirft sie ein starkes Frauenbild. Mein Buchtipp für Fans von Liebesgeschichten.

Hinweis an unsere Leser: Bei einem Kauf über die enthaltenen Links erhalten wir von Partnern eine Provision. Für Sie ändert sich dadurch nichts.

Die Spanische Grippe hat mit etwas Zeitverzug auch Südamerika im Griff. In diesen turbulenten Zeiten erblickt Violeta, Hauptfigur des gleichnamigen Romans von Isabel Allende, das Licht der Welt. Wir Leser können das Aufwachsen und das Leben von Violeta auf rund 400 Seiten verfolgen. In einem Briefroman schildert die Ich-Erzählerin die Stationen ihres Lebens.

Isabel Allende „Violeta“: Über das Buch

Cover zu „Violeta“ von Isabel Allende
„Violeta“ von Isabel Allende © Suhrkamp

An einem stürmischen Tag des Jahres 1920 kommt sie zur Welt, jüngste Schwester von fünf übermütigen Brüdern, Violeta del Valle. Die Auswirkungen des Krieges sind noch immer spürbar, da verwüstet die Spanische Grippe bereits ihre südamerikanische Heimat. Zum Glück hat der Vater vorgesorgt, die Familie kommt durch, doch schon droht das nächste Unheil, die Weltwirtschaftskrise wird das vornehme Stadtleben, in dem Violeta aufwächst, für immer beenden, die del Valles ziehen sich ins wild-schöne Hinterland zurück. Dort wird Violeta volljährig, und schon steht der erste Verehrer vor der Tür …

Suhrkamp
Schriftstellerin Isabel Allende – Autorin von Violeta
Schriftstellerin Isabel Allende - Autorin von „Violeta“ © Javi Martinez / Imago

In Deutschland gewann Isabel Allende mit ihrem Debüt-Roman „Das Geisterhaus“ (werblicher Link) Anfang der 1980er Jahre gleich einen Platz in den Bestsellerlisten und in den Herzen der Leser. In den vergangenen Jahrzehnten hat sie mehr als 20 Bücher geschrieben, die in rund 27 Sprachen übersetzt wurden und zu einer Millionenauflage führten.

100 Jahre später schreibt die Ich-Erzählerin den Briefroman an ihren Enkel Camilo. Wieder hat eine Pandemie die Welt im Griff. In den vergangenen Jahrzehnten hatte Violeta zahlreiche Liebhaber, zwei Töchter geboren, eine Tochter verloren und war zu einer erfolgreichen Geschäftsfrau aufgestiegen, die sich von der Männerwelt nichts vormachen lässt.

Isabel Allende „Violeta“: Mein Fazit

Isabel Allendes „Violeta“ hat Anklänge an die früheren Romane der Autorin, manche Parallelen und Namen tauchen auf und verweben sich so zu einer ganz eigenen, individuellen Geschichte, die auch von den eigenen Erlebnissen Allendes erzählen. Für Liebhaber von romantischen Geschichten ein Muss aus den Händen einer mitreißend schreibenden Schriftstellerin.

Isabel Allende „Violeta“

Aus dem Spanischen von Svenja Becker

2022, Suhrkamp, ISBN-13 978-3-518-43016-3

Preis: Hardcover 26 €, E-Book 21,99 €, 400 Seiten (abweichend vom Format) – Jetzt bestellen (werblicher Link)

Isabel Allende

Isabel Allende, geboren 1942 in Lima, ist eine der weltweit beliebtesten Autorinnen. Ihre Bücher haben sich millionenfach verkauft und sind in mehr als 40 Sprachen übersetzt worden. 2018 wurde sie für ihr Lebenswerk mit der „National Book Award Medal for Distinguished Contribution to American Letters“ ausgezeichnet.

Auch interessant