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Düsseldorf Hauptbahnhof: Pendler meckern über Bahn-Streik – „das reinste Chaos“

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Ein Mann steht vor einer Anzeigetafel am Düsseldorfer Hauptbahnhof.
Viele Reisende am Düsseldorf Hauptbahnhof haben sich auf den Bahn-Streik eingestellt. © Mona Wenisch/dpa

Die Pendler am Düsseldorf Hauptbahnhof reagieren unterschiedlich auf den Streik bei der Deutschen Bahn. Viele Züge im Fern- und Regionalverkehr fallen zurzeit aus.

Düsseldorf – Trotz massiver Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist das ganz große Chaos am Düsseldorfer Hauptbahnhof am Mittwochmorgen ausgeblieben. Dennoch reagierten die Pendler unterschiedlich auf die unterschiedlichen Ausfälle und Verspätungen. Viele waren gut auf die Situation vorbereitet. „Ich bin extra zwei Stunden früher gefahren, mit einem anderen Anbieter“, sagte eine Pendlerin in Düsseldorf.

Andere wiederum hatten die Ankündigung der Gewerkschaft am Dienstag wohl nicht mitbekommen und wurden am Morgen von den vielen Zugausfällen überrascht. „Aber ich muss doch zur Arbeit“, beschwerte sich ein Mann vor der blauen Anzeigetafel, an der in Dauerschleife „Zug fällt aus!“ durchlief. „Ich muss sechs Stunden statt drei Stunden ins Büro fahren“, sagte eine Frau neben ihm. „Um nach Offenburg zu kommen, muss ich jetzt erst nach Frankreich fahren. Die deutschen Züge sind das reinste Chaos.“

Bahn-Streik: Fernverkehr und Regionalverkehr betroffen

Bundesweit hat die Deutsche Bahn 75 Prozent ihrer Fernzüge gestrichen und rechnet auch im Regionalverkehr mit zahlreichen Ausfällen und Verspätungen. Am Dienstag hatte die GDL angekündigt, den Fern- und Regionalverkehr ab Mittwoch, 2:00 Uhr, für 48 Stunden bundesweit zu bestreiken. Nicht bestreikt werden Konkurrenten der Deutschen Bahn. Allerdings sind auch bei ihnen Einschränkungen in Folge der Streiks möglich.

Streik bei der Bahn: GDL kämpft um mehr Geld

Die GDL-Mitglieder streiken offiziell für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Unter anderem verlangen sie eine Corona-Prämie von 600 Euro und 3,2 Prozent mehr Geld in zwei Stufen. Die Bahn will die Erhöhung nach den Corona-Verlusten über eine längere Zeit strecken. Dahinter schwelt in der Belegschaft ein Streit zwischen GDL und der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG darum, wer letztlich die Tarifverträge mit dem Unternehmen maßgeblich aushandelt. (bs/dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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