1. 24RHEIN
  2. Düsseldorf

NRW: Clubs und Discos dürfen öffnen – doch die Besucher könnten fehlen

Erstellt: Aktualisiert:

Eine Diskokugel dreht sich in einem Club und reflektiert das einfallende Licht der Scheinwerfer und Lampen.
Clubs und Discotheken in NRW können öffnen – wenn Besucher geimpft, getestet oder genesen sind. © Britta Pedersen/dpa

Wer getestet, geimpft oder genesen ist, darf wieder in den Club oder die Disco. Der Dehoga befürchtet, dass die verschärfte Testpflicht zu weniger Besuchern führt.

Köln – Mit Freunden unterwegs sein, tanzen und feiern in einem Club oder einer Disco* könnte schon bald wieder Realität werden in Nordrhein-Westfalen*. Die neue Corona-Schutzverordnung des Landes, die ab dem 20. August gilt, gibt den Betreibern eine Öffnungsperspektive. Feiern darf jeder, der gegen das Coronavirus geimpft ist oder aber eine Genesung vorweisen kann. Wer nicht als genesen oder vollständig geimpft gilt, braucht ab einer Inzidenz von 35 einen negativen Corona-Test – allerdings einen PCR-Test. Schnelltests reichen nicht aus.

NRW: Clubs und Discos dürfen öffnen – kommen wegen verschärfter Testpflicht weniger Feiernde?

Diese Öffnungsperspektive für Clubs und Discotheken* sei „besonders erfreulich“, heißt es vom Hotel- und Gaststättenverband Nordrhein-Westfalen (Dehoga). Doch es gibt auch Bedenken, denn: „Härtere Testanforderungen für Disko-, Club- und Partybesucher bedeuten weniger Besucher“. Der Verband befürchtet, dass diese verschärften Anforderungen zu „weniger Club-, Disko- oder Partybesuchern als möglich führen werden“. Immerhin können PCR-Tests in Deutschland zwischen 30 und 100 Euro kosten. Corona-Schnelltests sind hingegen aktuell noch kostenfrei. Doch ab Oktober sollen auch die bisher kostenlosen Bürgertests wieder selbst bezahlt* werden müssen.

Öffnung von Clubs und Discos in NRW: Erneuter Lockdown ausgeschlossen

Allerdings begrüßt der Verband auch, dass „künftig die Öffnung von Betrieben im Gastgewerbe grundsätzlich nicht mehr von einem Inzidenzwert abhängig ist und dass ein erneuter Lockdown ausgeschlossen bleibt“. Das gebe eine bessere Perspektive sowie Planungssicherheit. Etwas, das Unternehmen und Gastronomen „so dringend benötigen und seit langem gefordert haben“, sagt Haakon Herbst, Regionalpräsident des Dehoga Nordrhein-Westfalen.

Clubs öffnen: Diese Corona-Regeln gelten auch in Discotheken

Theoretisch können die Clubs also schon bald wieder öffnen. Doch nicht alle Betreiber können sofort loslegen. So planen einige Clubs und Discos in Köln ihre Eröffnung erst zu einem späteren Zeitpunkt*. Auch in Düsseldorf gibt es derartige Überlegungen bereits. Der Dehoga sieht einen weiteren positiven Aspekt: Man sei sich sicher, dass die „Öffnung von Discos und Clubs zur Entspannung in den Innenstädten führen wird, wenn künftig dort wieder getanzt werden darf.“ Zuletzt kam es beispielsweise in Köln am Aachener Weiher zu Ausschreitungen von Feiernden*. (mlu) 24RHEIN ist ein Angebot von Ippen.Media.

Auch interessant