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Corona-Demo in Düsseldorf: 2.000 Menschen demonstrieren in der gesamten Stadt – aggressive Stimmung

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Polizisten stehen bei einer Corona-Demo auf den Rheinwiesen.
Bei Demos gegen Corona-Einschränkungen in Düsseldorf gab es zahlreiche Verstöße (Symbolbild). © Jonas Güttler/dpa

Bei Demos gegen die Corona-Einschränkungen in Düsseldorf demonstrieren rund 2.000 Menschen. Die Polizei berichtet von massenhaften Verstößen und aggressiver Stimmung.

Düsseldorf – Mit deutlich mehr Teilnehmern als erlaubt, verliefen am Samstag, 13. März, Demonstrationen gegen die Coronavirus-Maßnahmen vor dem Landtag in Düsseldorf. Dabei kam es zwischenzeitlich zu massiven Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung und teilweise auch zu Widerstandshandlungen gegen die eingesetzten Polizisten.

Konsequent gingen die Beamten gegen Störer vor: Zwei Demonstranten seien in Gewahrsam genommen worden, vier seien wegen Widerstands gegen Polizisten angezeigt worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Demonstranten hätten trotz Einsatz von berittener Polizei Absperrungen durchbrochen, berichtete ein dpa-Fotoreporter.

Demos gegen Corona-Maßnahmen in Düsseldorf: Aggressive Stimmung

Die Kundgebung mit erlaubten 500 Teilnehmern begann um 12.40 Uhr vor dem Landtag. Aufgrund des stetigen Zulaufs von Versammlungsteilnehmern, stockte die Polizei umgehend ihre Einsatzkräfte auf. An der Spitze waren zeitweise bis zu 2.000 Versammlungsteilnehmer vor Ort. Die Polizei habe Mühe gehabt, die Lage und die aggressive Stimmung unter Kontrolle zu halten.

Einige von ihnen wanderten im weiteren Verlauf zu einer parallel stattfindenden Kundgebung am Johannes-Rau-Platz ab. Von dort aus bewegten sich noch während der laufenden Demonstration mehrere hundert Teilnehmer zunächst zu Fuß in Richtung Altstadt. Polizeikräfte hielten die Personengruppe schließlich auf, um gemeinsam mit Mitarbeitern des Ordnungsamtes massive Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung zu unterbinden.

Düsseldorf: Massenhafte Verstöße bei Demos gegen Corona-Maßnahmen

Die Polizei habe Platzverweise ausgesprochen und zahlreiche Ordnungswidrigkeitenanzeigen aufgrund von Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung geschrieben. Es sei auch zu Sachbeschädigungen gekommen. So seien am Rheinufer Schilder, die auf die Maskenpflicht hinweisen, zerstört worden.

Außerdem wurden mit einem Wohnmobil-Korso Lockerungen der Corona-Maßnahmen gefordert. Mehr als 100 Wohnmobile kurvten dabei durch die Landeshauptstadt, wie die Polizei auf Anfrage mitteilte. Bei der Wohnmobil-Demo sei es friedlich geblieben.

Gegen Corona-Rebellen richtete sich kürzlich ein Sanitäter aus Düsseldorf. Bei einer Kundgebung äußerte er sich mit „Ihr seid doch alle Spinner“ gegen die Demonstranten. Nach einer Solidaritätswelle aus dem Netz bedankt sich der Sanitäter nun per DRK-Videonachricht. (jaw/dpa/ots)

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