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Düsseldorf: Omikron-Fälle in einer Woche fast verdreifacht – über 1000

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Von: Benjamin Stroka

Schilder, die eine blaue Maske auf einem Gesicht zeigen, hängen in der Altstadt.
Düsseldorf hat aktuell die höchste Corona-Inzidenz in ganz NRW (Symbolbild). © Roberto Pfeil/dpa

Die Zahl der Omikron-Fälle in Düsseldorf hat sich innerhalb einer Woche fast verdreifacht. Am Dienstag meldete die Stadt über 1000 Fälle mit der Corona-Variante.

Düsseldorf – Die hochansteckende Omikron-Variante des Coronavirus ist in Düsseldorf immer weiter auf dem Vormarsch. In der Landeshauptstadt von NRW wurden bis Dienstag (4. Januar 2022) bereits mehr als 1000 Corona-Fälle der Virusmutation nachgewiesen. Vor einer Woche waren es noch rund 350.

Düsseldorf: Corona-Variante Omikron – Fallzahlen steigen stark an

Wie eine Sprecherin der Stadt mitteilt, gebe es inzwischen 1015 Omikron-Fälle in Düsseldorf. 150 davon seien bereits durch eine Gesamtgenomsequenzierung bestätigt worden. „Für die verbleibenden 865 Fälle liegt bislang eine positive Typisierungs-PCR vor, eine Sequenzierung wurde eingeleitet“, erklärt die Sprecherin weiter. Die Nachverfolgung von Kontaktpersonen werde engmaschig durchgeführt. „Alle Infizierten und die engen Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne und werden regelmäßig getestet.“

Sequenzierung

Besonders im Zusammenhang mit der Omikron-Variante werden in Deutschland aktuell wieder viele positive Corona-Proben mit einer sogenannten Sequenzierung genauer untersucht. Damit werden die positiven Proben quasi genetisch untersucht. So können Labore das Erbgut des Virus aufschlüsseln – und so genau bestimmen, um welche Virusmutation es sich handelt. Der Vorgang ist sehr aufwändig, sodass in vielen Fällen nur positive Tests von Omikron-Verdachtsfällen sequenziert werden.

In ganz NRW gibt es am Dienstag laut Robert-Koch-Institut 10.779 Omikron-Fälle, 904 davon durch eine Sequenzierung nachgewiesen. Damit käme knapp ein Zehntel aller Omikron-Infektionen in Nordrhein-Westfalen aus Düsseldorf. Gleichzeitig hat die Stadt zurzeit mit 354,1 auch den höchsten Inzidenzwert in ganz NRW, gefolgt von Wuppertal (352,4).

Omikron-Variante: Mehr Fälle, aber mildere Verläufe?

Hoffnung macht hingegen, dass sich inzwischen mehrere Experten im Hinblick auf mildere Verläufe bei Omikron-Infektionen optimistisch zeigen. Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach twitterte in Bezug auf eine Studie aus Südafrika am 30. Dezember: „Sehr interessante Studie zu Omikron in SA im @TheLancet. Zeigt, dass Omikron sich zwar 4-mal so schnell wie Delta verbreitete, aber deutlich weniger schwere Fälle verursachte. Trotzdem lassen die Daten keine klaren Schlüsse auf ältere Ungeimpfte zu.“ (bs) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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