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Spahn für Ende der Corona-Notlage – Infektiologe aus Düsseldorf mahnt zur Vorsicht

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Ein Schild weist auf die Maskenpflicht hin.
Es gibt noch immer Millionen von Ungeimpften, sagt Tom Lüde, Infektiologe aus Düsseldorf. (Symbolbild). © Christoph Hardt / Future Image / Imago

Jens Spahn (CDU) hat sich für eine Beendigung der Corona-Notlage in Deutschland ausgesprochen. Infektiologe Tom Lüdde aus Düsseldorf hält dagegen.

Düsseldorf – Der Infektiologe Tom Lüdde aus Düsseldorf hat in der Debatte um eine Beendigung der Corona-Notlage in Deutschland zur Vorsicht gemahnt. Es gebe noch Millionen von Ungeimpften, darunter drei bis vier Millionen Menschen mit Risikofaktoren für einen schweren Verlauf, sagte der Direktor der Klinik für Infektiologie an der Uniklinik Düsseldorf der Kölnischen Rundschau (Mittwochausgabe). Durch saisonale Effekte in Herbst und Winter begünstigt, könne eine rasch ablaufende Covid-19-Welle zu zahlreichen Toten führen und die Krankenhäuser erneut an ihre Grenzen bringen.

Gesundheitsminister Spahn will Corona-Notlage beenden – Infektiologe aus Düsseldorf mahnt zur Vorsicht

Für einen „Freedom Day“ wäre es jedenfalls zu früh, betonte der Mediziner. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die sogenannte epidemische Lage nationaler Tragweite - Grundlage für Verordnungen und zentrale Corona-Maßnahmen - Ende November auslaufen lassen. Es soll aber bei Maßnahmen wie Abstands- und Hygieneregeln bleiben und handelt sich nicht um einen „Freedom Day“. Der Begriff stammt aus England, wo am 19. Juli die Corona-Maßnahmen weitgehend aufgehoben worden waren. Einige Experten warnen allerdings, dass die Bevölkerung das Auslaufen der bundesweiten Corona-Notlage als „Freedom Day“ verstehen könnte.

Übrigens hat das Land Nordrhein-Westfalen in der seit Mittwoch geltenden Corona-Schutzverordnung wieder Corona-Lockerungen beschlossen. So kann auf das Tragen einer Maske beim Einkaufen nun in Ausnahmefällen verzichtet werden.

Infektiologe aus Düsseldorf warnt: Risiko für Ungeimpfte durch Delta-Variante noch gestiegen

Lüdde sagte, es sei zu früh, Covid-19 „freien Lauf“ zu lassen. Durch die Delta-Variante sei das Risiko für Ungeimpfte noch gestiegen. Die wachsende Zahl von Impfdurchbrüchen sei nicht überraschend. Schwere Verläufe gebe es ganz überwiegend bei schwer vorerkrankten, hochaltrigen oder immungeschwächten Menschen. Impfungen verhinderten mit hoher Wahrscheinlichkeit schwere Verläufe. (nb mit dpa)Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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