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Zu wenig Corona-Tests für Schülerinnen und Schüler in NRW

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Sebastian Hartmann hält im Corona-Testzentrum des ASB in der Gneisenaustraße einen negativen Coronatest in der Hand.
An den Schulen fehlen 2,5 Millionen Corona-Schnelltests (Symbolbild) © Jörg Carstensen/dpa

Eigentlich sollen nach den Osterferien Schülerinnen und Schüler zweimal pro Woche getestet werden. Doch das Land NRW hat zu wenig Corona-Schnelltests.

Düsseldorf – Für die rund 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen werden nach Prognosen der oppositionellen Grünen nach den Osterferien zu wenig Corona-Selbsttests da sein. Das Versprechen, alle Schülerinnen und Schüler zweimal pro Woche zu testen, könne die Landesregierung NRW schon in der zweiten Woche nach den Osterferien ab dem 19. April nicht mehr einhalten, erklärte die Grünen-Bildungspolitikerin Sigrid Beer am Mittwoch. Das belegten die Zahlen aus dem Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags.

Zu wenig Corona-Tests: Schulen benötigen fünf Millionen Tests pro Woche

Demnach habe das Land in seinen Beschaffungsplänen vor den Osterferien einen Bedarf von 3,1 Millionen Tests pro Woche angegeben. Die Grund- und Förderschulen seien da noch nicht einbezogen gewesen. Inzwischen sollten aber auch sie testen, habe Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) per Schulmail am Samstag angekündigt. Bei insgesamt etwa 2,5 Millionen Schülern in NRW über alle Schulformen hinweg müssten laut Beer rund fünf Millionen Tests pro Woche verlässlich vor Ort sein.

Freigegeben hat der Ausschuss laut Vorlage vom 16. März 15,7 Millionen Euro, für die zunächst 3,3 Millionen Selbsttests beschafft werden konnten. Davon wurden 1,8 Millionen Tests vor den Osterferien an die Schulen verteilt und für einmalige Selbsttestungen genutzt. Die verbleibenden 1,5 Millionen Tests sollen den Grundstock für die weiteren Tests nach den Osterferien bilden.

Zu wenig Corona-Tests für Schülerinnen und Schüler: Doch das Testen sei eine Bedingung für einen Präsenzunterricht

Ab dem 19. April soll der Vorlage zufolge nach einem offenen Ausschreibungs- und Vergabeverfahren der weitere Bedarf gedeckt werden. Für die erste Woche nach den Osterferien ist als Überbrückung eine weitere Dringlichkeitsvergabe geplant. Es könnten „weitere größere Mengen an Selbsttests geliefert werden“, heißt es in der Vorlage.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte am Mittwoch betont, dass eine Öffnung der Schulen nach den Osterferien nur infrage komme, wenn dort „überall das Testen funktioniert“. Es werde eine Pflicht für Schüler zu zwei Selbsttests pro Woche umgesetzt, das sei eine Bedingung für einen Unterricht im Präsenzmodus. (dpa/lnw/jw)

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