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Düsseldorfer Altstadt: So viele Anzeigen wie noch nie – Unverständnis und Aggressionen

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Von: Stefanie Knupp

 Zahlreiche Menschen gehen bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen auf der Rheinuferpromenade.
Das sonnige Wetter führte am Dienstag zu Menschenansammlungen am Düsseldorfer Rheinufer (Archivbild). © Jonas Güttler/dpa

Der Ordnungsdienst leitete so viele Verfahren ein wie noch nie. Bei besten Wetter hatten sich Menschen in der Altstadt versammelt und vielfach die Regeln missachtet.

Düsseldorf – Am Dienstag (30. März) hielten sich zahlreiche Menschen in der Düsseldorfer Altstadt oder am Rheinufer auf. 230 Einsätze verzeichnete der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) der Stadt im Zusammenhang mit der Coronaschutz-Verordnung. 264 Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden allein wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht eingeleitet. Wie die Stadt angibt „so viele wie noch nie an einem Tag während der Pandemie.“

Dabei sind die Ordnungskräfte in Düsseldorf häufig auf Widerstand gestoßen, Kontrollierte reagierten mit Unverständnis und Aggressionen. Bei einer Kontrolle mussten OSD-Mitarbeiter sogar Handschellen einsetzen, da eine Person sich weigerte, Personalien herauszugeben und die Mitarbeiter beleidigte.

Düsseldorf: Sperren an der Rheintreppe wurden beiseite geräumt

„Gegen 19 Uhr stellten die Einsatzkräfte des OSD fest, dass die Sperren an der Rheintreppe teilweise beiseite geräumt waren und sich 75 Menschen auf der Treppe aufhielten“, berichtet die Stadt am Mittwoch. Diese seien dann aufgefordert worden, die Treppe zu verlassen, und die Absperrvorrichtung wurde wieder ordnungsgemäß hergestellt.

Die Stadt Düsseldorf hat für das kommende Oster-Wochenende bereits angekündigt am Rheinufer und in der Altstadt mit Unterstützung der Polizei verstärkt Präsenz zu zeigen. Die Polizei hat in Düsseldorf zusätzlich ein besonderes Auge auf sogenannte Auto-Poser. Die Zufahrt zum Mannesmannufer wird gesperrt.

Düsseldorfs Ob Stephan Keller: Schärfere Maßnahmen bei Regel-Missachtung

Oberbürgermeister Stephan Keller ist von den neuerlichen Menschenansammlungen gar nicht begeistert: „Wir haben es selbst in der Hand! Wenn es in der Altstadt und an der Rheinuferpromenade zu voll wird und jegliche Regeln zum Infektionsschutz wie Maske tragen und Abstand halten missachtet werden, müssen wir neben der bereits erfolgten stärkeren Präsenz der Einsatzkräfte auch über weitere, schärfere Maßnahmen nachdenken.“ Denkbar wären etwa ein erneutes Verweilverbot.

Düsseldorfs Ordnungsdezernent Christian Zaum betont: „Wir dürfen nicht verkennen, dass wir in Düsseldorf weiterhin eine ernsthafte Lage haben. Die 7-Tages-Inzidenz liegt aktuell rund um 100.“ Da sei es nicht hinnehmbar, dass die Menschen sich am Rheinufer so verhalten, als würde es keine Pandemie geben. „Wir werden die Situation weiter im Auge behalten. Verstöße gegen die Coronaschutzbestimmungen werden rigoros geahndet“, kündigt Zaum an. (sk)

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