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Ein Schleimfisch zum Kuscheln? Aquazoo in Düsseldorf hat ein besonders anhängliches Exemplar

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Von: Stefanie Knupp

Ein Fisch in einem Aquarium sitz auf einer menschlichen Hand
Im Aquazoo in Düsseldorf wohnt „Hoshi“, ein handzahmer Schleimfisch. © Aquazoo Löbbecke Museum/Philipp Schroeder

Der Aquazoo Düsseldorf hat einen Bewohner, der ziemlich gerne auf Tuchfühlung geht. Dabei ist der Kontakt zwischen Mensch und Schleimfisch gar nicht vorgesehen.

Düsseldorf – Wer würde gerne mit einem handzahmen Schleimfisch kuscheln? Niemand? Unverständlich. Ein kleiner Juwelen-Felshüpfer namens Hoshiko aus dem Aquazoo in Düsseldorf sucht besonders gerne die Nähe seiner Pflegerinnen und Pfleger. Und besonders schleimig sieht er gar nicht aus. Hoshiko ist japanisch für „kleiner Stern“, von seinen Pflegern wird das anhängliche Exemplar nur „Hoshi“ genannt.

Knapp zehn Zentimeter misst der kleine Fisch, der im großen Korallenzuchtbecken hinter den Kulissen des Meerwasserbereichs lebt. Dort hat „Hoshi“ sein eigenes 180 Liter fassendes Becken, in dem er keine anderen Artgenossen zulässt. Menschen hingegen scheinen es ihm angetan zu haben. Juwelen-Felshüpfer (Salarias fasciatus) gehören zur Familie der Schleimfische. Ihr Job im Aquarium ist es, Korallen, Felsen und Scheiben algenfrei zu halten.

Aquazoo Düsseldorf: Der Schleimfisch wird zum Schmusefisch

Vor einigen Monaten staunten die Tierpfleger zum ersten mal über den Juwelen-Felshüpfer, als er sich sein Futter direkt aus der Hand von Vorarbeiterin Anne-Claire Hoffmann abholte. Wenig später suchte „Hoshi“ die Nähe einer Auszubildenden, die gerade in dem Becken arbeitete. Er schwamm auf ihre Hand und machte es sich bequem.

„Seitdem nutzt der forsche Felshüpfer jede Gelegenheit, um auf Tuchfühlung mit seinen Pflegerinnen und Pflegern zu gehen“, berichtet die Stadt Düsseldorf in einer Mitteilung. Dabei ist der Kontakt zwischen Menschen und Wildtieren alles andere als normal und wird im Normalfall so gering wie möglich gehalten. Da ist der handzahme Schleimfisch eine Ausnahme. Er sucht den Kontakt aktiv.

Düsseldorf: Aquazoo bleibt bis mindestens Ende Januar geschlossen

Gefährlich ist der Kontakt für die Pflegerinnen und Pfleger allerdings nicht. „Hoshi“ ist nämlich nicht giftig. Zwar mag der Fisch nur Menschen als Gesellschaft, hin und wieder bekommt er aber auch fischigen Besuch. Fische anderer Arten gewöhnen sich in „Hoshis“ Becken ein, wenn sie neu nach Düsseldorf ziehen. Er sei dann so etwas wie eine „Bezugsperson“.

Der Aquazoo in Düsseldorf muss wegen des aktuell geltenden Lockdowns vorerst bis zum 31. Januar geschlossen. Dafür halten die Mitarbeiter des Zoos die Fans im Internet auf dem Laufenden. Auf Facebook, Instagram und Twitter gibt es regelmäßig fotografische Updates. (sk)

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