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Düsseldorf: Arzt wegen tödlicher Po-OP im Knast – nun kommt auch noch Geldstrafe dazu

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Prozess um Titelmissbrauch eines Schönheitschirurgen
Gegen einen verurteilten Arzt aus Düsseldorf wurde nun zusätzlich noch eine Geldstrafe verhängt. (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Nachdem zwei Frauen nach einer Schönheits-OP gestorben waren, wurde ein Arzt aus Düsseldorf zu einer Haftstrafe verurteilt. Nun muss er auch noch 4000 Euro zahlen.

Düsseldorf – Ein verurteilter Schönheitschirurg sitzt wegen einer Operation mit Todesfolge bereits im Gefängnis. Nun wurde er auch noch wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt. Er muss deswegen eine Strafgebühr von 4000 Euro zahlen, entschied das Amtsgericht Düsseldorf am Donnerstag. Der Mediziner hatte zuvor in der Sache gegen einen Strafbefehl in Höhe von 13.500 Euro Widerspruch eingelegt. Dabei kam ihm zugute, dass sein Einkommen inzwischen deutlich geringer ist.

Düsseldorf: Tod nach Po-OP: Arzt wurde nun auch wegen anderer Verstöße verurteilt

Der Mediziner habe mehrfach weit mehr von einem Schmerz- und Beruhigungsmittel für seine Düsseldorfer Praxis bestellt als erlaubt. Der 50-Jährige räumte am Donnerstag ein, dass er schon mal über Bedarf bestellt habe, „weil sich die Eingriffe nicht immer exakt planen lassen“.

Operation in Düsseldorf: Frauen nach Po-Vergrößerung gestorben – Arzt zu Haftstrafe verurteilt

Im vergangenen November war er wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Haftstrafe von drei Jahren und vier Monaten sowie einem vierjährigen Berufsverbot verurteilt worden. Zwei Frauen im Alter von 20 und 42 Jahren waren nach Po-Vergrößerungen, die er vorgenommen hatte, gestorben. Der Operateur habe den Frauen jeweils weit mehr als die empfohlene Menge Flüssigkeit und Körperfett entnommen und das Fett wieder eingespritzt. Damit sei das Risiko von Komplikationen enorm erhöht gewesen, im Vergleich zur Alternative, die Po-Vergrößerung auf zwei schonendere Operationen zu verteilen, so das Gericht.

Die Verteidiger des Arztes, der von der Boulevardpresse „Dr. Po“ genannt wird, hatten einen Freispruch gefordert und Revision angekündigt. (nb mit dpa/lnw)Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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