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Düsseldorf: Etliche Kontaktpersonen von corona-infizierter Arzthelferin nicht telefonisch erreichbar

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Von: Thomas Kemmerer, Benjamin Stroka

Blick in ein Sprechzimmer einer Hausarztpraxis vom Hausarzt
Eine mit Corona infizierte Arzthelferin kam in Düsseldorf trotz Krankheitssymptomen zur Arbeit. (Symbolbild) © Monika Skolimowska/dpa

Etliche Kontaktpersonen der corona-infizierten Arzthelferin in Düsseldorf mussten per Brief kontaktiert werden. Ihre Telefonnummern stimmten nicht. Ob die Betreffenden die Quarantäneanordnung gelesen haben, ist völlig unklar.

Update vom 8. März, 16:43 Uhr: Weil eine corona-infizierte Arzthelferin in einer Praxis in Düsseldorf-Pempelfort weiter gearbeitet hat, wurde für 271 Kontaktpersonen Quarantäne angeordnet. Das Problem: Etliche der potenziell Infizierten wissen vielleicht immer noch nicht, dass Sie schon längst in Quarantäne sein müssen.

Grund: „Kontaktpersonen der Kategorie I, die aufgrund nicht korrekt angegebener Telefonnummern nicht telefonisch erreicht werden konnten, wurde die Quarantäneanordnung per Post zugeschickt.“ Das schreibt die Stadt in einer Mitteilung auf 24RHEIN-Nachfrage. Das Heikle daran: Die Arzthelferin war mit der viel ansteckenderen britischen Mutation des Coronavirus infiziert. Unter Kategorie 1 fallen unter anderem Personen, die mindestens 15 Minuten direkten Kontakt bei einem Abstand von weniger als 1,5 Metern mit einer infizierten Person hatten.

Wie viele Personen per Post angeschrieben werden mussten, konnte die Stadt am Montag nicht mehr beantworten.

Corona-infizierte Arzthelferin Düsseldorf: 271 Menschen müssen in Quarantäne

Update vom 5. März, 15:42 Uhr: Mittlerweile ist klar, dass sich 271 Kontaktpersonen der Medizinischen Fachangestellten aus Düsseldorf, die trotz einer Corona-Infektion weiter gearbeitet hatte, in Quarantäne befinden. Das teilte eine Sprecherin der Stadt Düsseldorf auf 24RHEIN-Nachfrage mit.

Demnach sei die Nachverfolgung der Kontaktpersonen nun auch abgeschlossen und alle Betroffenen per Telefon oder postalisch informiert worden. Bei den 271 Kontaktpersonen, die sich in Quarantäne befinden, handelt es sich um Kontakte der Kategorie I. Darunter fallen unter anderem Personen, die mindestens 15 Minuten direkten Kontakt bei einem Abstand von weniger als 1,5 Metern mit einer infizierten Person hatten. Aber auch bei größerem Abstand kann man in diese Kategorie fallen, wenn man sich mehr als 30 Minuten in einem Raum mit der infizierten Person befunden hat und somit einer entsprechend hohen Konzentration von Aerosolen ausgesetzt war.

Wie viele dieser Kontaktpersonen sich selbst haben testen lassen, sei indes nicht bekannt. „Da die Kontaktpersonen der Kategorie I sich freiwillig testen lassen können – ihnen wurden Testungen angeboten – und zudem negative Testergebnisse nicht meldepflichtig sind“, lägen diesbezüglich „keine Zahlen vor“, so die Sprecherin der Stadt weiter. Zudem lägen bislang auch keine Informationen vor, „dass sich Personen bei der Medizinischen Fachangestellten angesteckt haben“. (bs/sk)

Düsseldorf: Arzthelferin arbeitete trotz Corona-Infektion weiter – Kontaktpersonen positiv getestet

Update vom 2. März, 18:45 Uhr: Mehrere Kontaktpersonen der mit der Corona-Mutation infizierten Arzthelferin aus Pempelfort sind wohl ebenfalls positiv getestet worden. Es sei jedoch unklar, „ob diese sich bei der Arzthelferin oder in einem anderen Kontext angesteckt haben“, teilte eine Stadtsprecherin der Rheinischen Post mit.

In der betroffenen Praxis arbeiten nach Angaben der Stadt zwei Ärzte, eine Ärztin in Ausbildung sowie drei medizinische Fachangestellte, schreibt die RP. In welchem Bereich die infizierte Arzthelferin arbeitet, teilte die Stadt aus Datenschutzgründen demnach nicht mit. Ihr gesundheitlicher Zustand sei nicht bekannt.

„Ich gehe von einem Einzelfall in Pempelfort aus“, sagte Andre Schumacher, Kreisstellenvorsitzender der KV gegenüber der RP. Er glaube nicht an System oder bösen Willen. Der niedergelassenen Arzt aus Holthausen fordert für seinen Kollegen und dessen Arzthelferin deshalb keine voreiligen Konsequenzen, auch wenn er von der Nachricht schockiert gewesen sei. Der Fall müsse von offizieller Seite sorgfältig überprüft werden.

Düsseldorf: Arzthelferin arbeitete trotz Corona-Infektion weiter – Verband prüft Vorfall

Update vom 2. März, 15:20 Uhr: Auch auf Anfrage von 24RHEIN schreibt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein: „Den Fall aus Düsseldorf können wir aus der Distanz und vor allem ohne Stellungnahmen der örtlichen Akteure (noch) nicht seriös kommentieren.“ Man prüfe den Sachverhalt und werde dabei auch die Ärztekammer Nordrhein befragen.

Die geltenden Vorgaben zum Infektionsschutz für Arztpraxen, die sich aus der geltenden Corona-Schutzverordnung des Landes NRW ergeben, „werden nach unserer Wahrnehmung und den Rückmeldungen unserer Mitglieder in den Praxen im Rheinland seit Monaten routiniert und strikt umgesetzt“, heißt es von der KV Nordrhein.

Düsseldorf: Medizinische Masken oder andere geeignete Schutzmaßnahmen sind in NRW Pflicht

Grundsätzlich gelte in Arztpraxen die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske (FFP2, OP-Maske oder KN95/N95-Maske) und die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern. In Praxisbereichen, in denen der Mindestabstand gegebenenfalls unterschritten werden könne, etwa bei der Patientenanmeldung, könne auf die Einhaltung des Mindestabstands verzichtet werden, wenn zur vollständigen Verhinderung von Tröpfcheninfektionen geeignete Schutzmaßnahmen (zum Beispiel durch bauliche Abtrennung oder Abtrennung durch Glas) vorhanden sind, erklärt die KV Nordrhein auf Anfrage. Anfang Februar sorgten Vorkommnisse in einer Arztpraxis in Köln für Aufsehen: Dort wurden Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt. (sk)

Düsseldorfer Arzthelferin arbeitet mit Symptomen – KV wartet auf Stellungnahme der Betroffenen

Update vom 2. März, 10:58 Uhr: Wie kam es, dass eine Arzthelferin trotz einer Coronavirus-Infektion in einer Arztpraxis in Düsseldorf weiter gearbeitet hat? Diese Frage beschäftigt aktuell auch die Kassenärztliche Vereinigung. Es sei nicht nachvollziehbar, dass die Frau trotz Symptomen gearbeitet hat, berichtet die RP. Die Vereinigung warte nun auf die Stellungnahme der medizinischen Fachangestellten und prüfe dann den Sachverhalt.

Düsseldorf: Arzthelferin mit britischer Coronavirus Mutation – warum ihr strafrechtliche Konsequenzen drohen

Update vom 1. März, 19:50 Uhr: Wenn sich der Verdacht bestätigt, dass die Fachangestellte keine Maske getragen hat, habe sie gegen die Coronaschutz-Verordnung verstoßen. Strafrechtliche Konsequenzen würden derzeit geprüft. Das teilte die Stadt der dpa auf Anfrage mit.

Düsseldorf: Arzthelferin arbeitete trotz Corona-Infektion – sie trug keine Maske

Update vom 1. März, 15:30 Uhr: Die Stadt Düsseldorf berichtet auf Anfrage von 24RHEIN: „Von der Arztpraxis wurden mittlerweile durch Nachmeldungen rund 600 mögliche Kontaktpersonen benannt.“

Von den rund 600 möglichen Kontakten hätten die städtischen Mitarbeiter bereits versucht, alle zu kontaktieren. 60 Prozent seien telefonisch erreicht worden, schreibt die Stadt. Bei den übrigen lagen keine korrekten Telefonnummern vor. „Kontaktpersonen der Kategorie I, die nicht telefonisch erreicht werden können, erhalten postalisch eine Ordnungsverfügung für die Quarantäne.“

Dazu, wie viele Quarantänen im Zusammenhang mit diesem Fall ausgesprochen wurden, liegen bisher keine Zahlen vor. Eine Auswertung erfolge zeitnah, heißt es weiter.


Arzthelferin in Düsseldorf mit britischer Coronavirus-Mutante infiziert

Update vom 1. März, 11:20 Uhr: Nachdem zum Ende der vergangenen Woche eine Arzthelferin in Düsseldorf-Pempelfort positiv auf die hochansteckende britische Coronavirus-Mutante B.1.1.7 getestet wurde, ist das Gesundheitsamt der Stadt noch immer fieberhaft auf der Suche nach möglichen Kontaktpersonen. Die Arzthelferin hatte trotz Krankheitssymptomen weiterhin in der Praxis gearbeitet.

Wie eine Sprecherin der Stadt Düsseldorf auf 24RHEIN-Nachfrage mitteilte, ist im Laufe des Montagnachmittags (1. März) mit einer ersten Auswertung der Daten aus dem Gesundheitsamt zu rechnen. Die Stadt geht davon aus, dass es sich um bis zu 450 Kontaktpersonen handeln könnte.

Wie die Rheinische Post am Sonntagabend berichtete, soll die Arzthelferin nicht nur mit der hochansteckenden Virus-Mutation infiziert gewesen sein, sondern außerdem auch ohne Maske gearbeitet haben. Dies wollte die Stadt Düsseldorf aber noch nicht kommentieren, da auch diesbezüglich noch eine Auswertung der aktuellen Informationen abgewartet werden müsse.

Die betroffene Praxis in Pempelfort wurde vorübergehend geschlossen. Der Fall liegt nun dem Ordnungsamt vor. Wann die Arztpraxis wieder öffnen kann ist derzeit noch offen. (bs)

Düsseldorf: Neue Details zur mit Coronavirus infizierten Arzthelferin – sie soll ohne Maske gearbeitet haben

Update vom 01. März 2021, 00:07 Uhr: Die positiv auf das Coronavirus getestete Arzthelferin, die trotz Krankheitssymptomen in einer Praxis in Düsseldorf-Pempelfort arbeitete, soll dort wohl keine Maske getragen haben. Das berichtete der Leiter des Gesundheitsamts, Klaus Göbels, der RP.

Düsseldorf: Medizinische Fachangestelle mit britischer Coronavirus Mutation B.1.1.7

Erstmeldung vom 27. Februar 2020:

Düsseldorf – Während Polizei und Ordnungsamt am Wochenende das Verweilverbot am Düsseldorfer Rheinufer kontrollierten, stand eine weitere Behörde ebenfalls vor einer großen Herausforderunng: Das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Düsseldorf arbeitete auf Hochtouren. Der Grund ist alarmierend: Wie die Stadt am Samstag mitteilte, wurde eine Medizinische Fachangestellte positiv auf das Coronavirus getestet. Die Arztpraxis, in der die Frau bis zuletzt arbeitete, liegt in Pempelfort, dem größten und am dichtesten besiedelten Stadtteil des Düsseldorfer Stadtbezirkes 1.

Praxis in Düsseldorf-Pempelfort: Infizierte Arzthelferin hatte Kontakt mit bis zu 450 Menschen

Das Gesundheitsamt geht von bis 450 Kontakten aus. Nach Angaben der Stadt läuft die Nachverfolgung „auf Hochtouren“. Denn die Arzthelferin wurde inzwischen positiv auf das Coronavirus der hochansteckenden britischen Mutation B.1.1.7 getestet. Und es ist beunruhigend, was die Stadt weiter mitteilt: „Die Angestellte soll trotz Krankheitssymptomen weitergearbeitet haben.“

Düsseldorf Pempelfort
Einwohner:ca. 32.000
Bevölkerungsdichte:11.858 Einwohner je km²
Stadtbezirk1

Coronavirus Düsseldorf: Kontaktpersonen müssen sofort in Quarantäne

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Düsseldorfer Gesundheitsamts arbeiten jetzt mit Hochdruck daran, alle Kontaktpersonen zeitnah telefonisch zu erreichen. Die Kontakte: Das sind vor allem Patientinnen und Patienten der betroffenen Arztpraxis in Pempelfort, einem Stadtteil, der auch bei Familien sehr beliebt ist. Nach Angaben der Stadt Düsseldorf wird eine Auswertung der Rückverfolgung frühestens am Montag, 1. März 2021, vorliegen. Klar ist: Alle Kontaktpersonen der mit dem Coronavirus-Mutanten infizierten Arzthelferin müssen vorsorglich in Quarantäne. Das Ordnungsamt sowie die Kassenärztliche Vereinigung sind eingeschaltet.

Britische Coronavirus Mutation in Düsseldorf: Arztpraxis in Pempelfort geschlossen

Die Stadt Düsseldorf hat angesichts des verheerenden Falls die Arztpraxis, in der die infizierte Medizinische Fachangestellte arbeitete, mit sofortiger Wirkung bis auf Weiteres geschlossen. Um bei einer möglichen Verbreitung der britischen Corona-Virus-Variante B.1.1.7 schnell Maßnahmen ergreifen zu können, lässt die Landeshauptstadt nach eigenen Angaben bereits seit Februar alle positiven PCR-Proben aus dem städtischen Testzentrum und den mobilen Testdiensten zusätzlich auf Virus-Mutationen untersuchen. (kem)

Die britische Corona-Mutation B.1.1.7

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