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Düsseldorf: Problem-Bahnhof Gerresheim bekommt Aufzüge, neue Rolltreppen und eine Unterführung

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Von: Benjamin Stroka

Eine S-Bahn in Düsseldorf.
Die S-Bahnlinien 8, 28 und 68 fahren den Bahnhof in Gerresheim an (Symbolfoto). © imago images / Norbert Schmidt

Das Land NRW beteiligt sich mit 18 Millionen Euro am Umbau des maroden Bahnhofs in Düsseldorf-Gerresheim. OB Stephan Keller will vor allem die als „Angströhre“ bekannte Unterführung ersetzen.

Update vom 30. Dezember, 10.00 Uhr: Die Stadt Düsseldorf und Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller freuen sich über die Förderung durch das Land NRW. „Ein moderner und barrierefreier Bahnhof Gerresheim ist nicht nur ein wichtiger Baustein, den ÖPNV attraktiver zu machen, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Stadtentwicklung und zum Ausbau des Radverkehrs“, sagte Keller.

Er betont, dass nun „endlich die nur gut zweieinhalb Meter breite Unterführung, die von vielen Mitmenschen als ‚Angströhre‘ empfunden wird“, der Vergangenheit angehören werde. Ersetzt werden soll sie durch eine neun Meter breite Unterführung für Fußgänger und Radfahrer.

Keine Rolltreppe und marode Unterführung: Bahnhof in Düsseldorf Gerresheim in schlechtem Zustand

Erstmeldung vom 29. Dezember, 18.05 Uhr: Düsseldorf – Der Bahnhofs-Ausbau in Düsseldorf-Gerresheim ist schon fast eine unendliche Geschichte. Seit 2013 liegen Pläne vor, doch das Projekt musste immer wieder verschoben werden. Jetzt könnte wieder Bewegung in die Sache kommen. Denn das NRW-Verkehrsministerium unterstützt die Modernisierung mit 18 Millionen Euro.

Vor allem bei der Barrierefreiheit gibt und gab es immer wieder lautstarke Kritik am Bahnhof in Gerresheim. Es existieren weder Aufzüge, noch Rolltreppen, was den Zugang für Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen extrem erschwert oder unmöglich macht. Außerdem ist die Unterführung in schlechtem Zustand und kaum beleuchtet. Diesen Problemen soll sich die Modernisierung annehmen.

Ein barrierefreier Ausbau mit Aufzügen ist genau so vorgesehen, wie die Absenkung der Bahnsteige. Zudem ist der Bau einer neuen, neun Meter breiten Personenunterführung geplant. „Sie wird auch für den Radverkehr nutzbar sein und das neue Wohnquartier ‚Glasmacherviertel‘ und südlicher Gerresheim anbinden“, teilt das NRW-Verkehrsministerium mit.

NRW, der VRR und die Stadt Düsseldorf teilen sich die Kosten für den Umbau des Bahnhofs Gerresheim

Das Land NRW unterstützt diesen Umbau nun mit 18 Millionen Euro. Insgesamt soll das Projekt rund 31 Millionen Euro kosten, mehr als dreimal so viel, wie 2013 ursprünglich geplant. Verantwortlich dafür sind die unterschiedlichen Bahnsteighöhen an den Gleisen. Daher müssen Bahnsteige abgerissen und neu gebaut werden.

Laut Plan soll der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) mit 4,5 Millionen Euro die Kosten für den Ausbau der Bahnsteige übernehmen. Die Stadt Düsseldorf ist mit 8,5 Millionen Euro beteiligt. Der Umbau wird sich allerdings noch ein paar Jahre hinziehen. Voraussichtlich erst 2023 kann mit der Untertunnelung des Bahnhofs begonnen werden.

Wichtiger Knotenpunkt in Düsseldorf: Drei S-Bahnlinien laufen im Bahnhof Gerresheim ein

„Wir machen Bus- und Bahnfahren attraktiver und bieten den Menschen eine echte Alternative zum Auto“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst. „Der barrierefreie Ausbau der Station und die Verbreiterung der Unterführung, die auch von Radfahrern bequem genutzt werden kann, macht den Bahnhof Gerresheim zu einer modernen Verkehrsstation.“

Der Bahnhof Gerresheim ist ein Knotenpunkt für die S-Bahnlinien 8, 28 und 68. Laut Verkehrsministerium wird er täglich von 6200 Menschen genutzt. (bs)

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