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Einmalig in NRW: Düsseldorf bekommt Fahrradturm – er arbeitet von ganz alleine

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Von: Martin Henning

So soll der Fahrradparkturm in Düsseldorf-Bilk aussehen, wenn er fertig ist.
So soll der Fahrradparkturm aussehen, wenn er fertig ist. © SOP Architekten

In Düsseldorf-Bilk haben die Arbeiten für einen Fahrradparkturm begonnen. Der Parkturm soll 120 Fahrrädern Platz bieten und vollautomatisiert arbeiten.

Düsseldorf – Ganz schön futuristisch sieht er aus, der neue Fahrradparkturm in Düsseldorf-Bilk. Noch existiert er nur auf Entwürfen, doch spätestens im Herbst 2022 soll der 10,80 Meter hohe Bau direkt neben den Düsseldorf Arcaden fertig sein. Auf einer Fläche von 65 Quadratmetern können dann bis zu 120 Fahrräder geparkt werden. Anfang September haben die Bauarbeiten an der Friedrichstraße begonnen.

Düsseldorf bekommt Fahrradturm – er arbeitet von ganz alleine

Das Besondere: Der Fahrradparkturm arbeitet vollautomatisch. Eine solche Abstellanlage gibt es sonst in NRW nicht. Und so funktioniert es: Im Turm befinden sich zehn Trägerpaletten mit jeweils zwölf Plätzen. Die Trägerpaletten werden mithilfe eines Hubwerks befördert. An zwei Seiten des Parkturms – zur Friedrichstraße und zu den Arcaden hin – gibt es jeweils sechs Zugangstore und einen Bedienterminal. Für Besitzer von Pedelecs und E-Bikes außerdem interessant: Im Parkturm wird es 24 Akku-Ladefächer mit eigenem Bedienterminal geben.

Vollautomatischer Turm für Fahrräder – so funktioniert das kleine Parkhaus

Doch wie funktioniert das Parkhaus für Fahrräder? Um sein Fahrrad im Turm abzustellen, muss man es zunächst in eine Box reinschieben. Dann verschwindet das Rad hinter einer Tür – und wird in der vollautomatischen Abstellanlage geparkt.

Düsseldorf-Bilk: Fahrradparkturm kostet 1,5 Millionen Euro

Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller freut sich: „Mit dem Bau des Fahrradparkturms sollen verstärkt Pendlerverkehre mit dem lokalen ÖPNV und dem Radverkehr verknüpft werden. Wir möchten besonders an Knoten- und Umstiegsorten den Umweltverbund in Düsseldorf weiter stärken und den Radverkehr fördern.“

Die Arbeiten beginnen mit den Erd- und Tiefbauarbeiten sowie der Erstellung des rund 1,20 Meter tiefen Fundaments. Fans des Weihnachtsmarkts an den Arcaden müssen übrigens nicht besorgt sein: Für diese Zeit pausieren die Arbeiten. Sollte also nicht das Coronavirus in NRW dazwischenfunken, kann dort dieses Jahr wieder gefeiert werden. Wenn der Bau im Herbst 2022 dann abgeschlossen ist, läuft der Fahrradparkturm dann zunächst vier Wochen im Testbetrieb, bevor der planmäßige Betrieb starten kann.

Insgesamt soll der Parkturm 1,5 Millionen Euro kosten. Gefördert wird das Projekt mit 425.000 Euro vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. (mah) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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