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Düsseldorf: Feuerwehr rettet 13 Menschen vor Brand in Notschlafstelle – ein Mann schwer verletzt

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Blaulicht auf einem Einsatzfahrzeug.
Die Düsseldorfer Feuerwehr konnte den Brand im Hotel schnell eindämmen (Symbolbild). © Wedel/Kirchner-Media/IMAGO

Bei einem Brand in einem Düsseldorfer Hotel hat die Feuerwehr die Bewohner rechtzeitig retten können. Das Gebäude wird aktuell als Notschlafstelle genutzt.

Düsseldorf – Am Mittwochabend ist in Düsseldorf in einem Hotel im Stadtteil Bilk ein großes Feuer ausgebrochen. Beim Einsatz der Feuerwehr konnten alle Bewohner des zurzeit als Notschlafstelle genutztem Gebäude gerettet werden. Bei dem Zimmerbrand war es zu einer massiven Rauchentwicklung gekommen, wie die Feuerwehr am Donnerstagmorgen mitteilte.

Bei Notschlafstellen handelt es sich um Unterbringungen für Obdachlose, welche von der Stadt zur Verfügung gestellt werden. Da im Zuge der Coronakrise ein höherer Bedarf an Unterkünften entstanden ist, hatte man das Hotel in der Merowinger Straße zu diesem Zweck angemietet.

Brand in Düsseldorfer Hotel: 13 Bewohner gerettet – 60-Jähriger schwebt in Lebensgefahr

Als die Feuerwehr gegen 17:29 Uhr am Hotel in der Merowingerstraße eintraf, brannte ein Zimmer im vierten Obergeschoss nach eigenen Angaben „lichterloh“. Das Feuer hatte sich dabei bereits auf die dritte Etage ausgebreitet. Da zu dem Zeitpunkt unklar war, ob sich noch Menschen in der Notschlafstelle aufhielten, schickte die Feuerwehr einen Atemschutztrupp in das Gebäude. Diese konnten bei ihrem Einsatz insgesamt 13 Bewohner retten.

Ein 60-jähriger Mann, der sich in dem brennenden Zimmer befand, musste ins Krankenhaus gebracht werden und schwebt zurzeit in Lebensgefahr. Alle weiteren Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Vor dem Eintreffen der Feuerwehr hatten sich bereits weitere Bewohner in Sicherheit bringen können.

Düsseldorf: Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache – 70 Feuerwehrleute im Einsatz

Parallel zur Menschenrettung hatten weitere Einsatzkräfte den Brand zuerst eindämmen und dann ganz löschen können. Dabei verhinderten sie die weitere Ausbreitung der Flammen auf die fünfte Etage. Im Ganzen waren vier Zimmer von dem Feuer betroffen und sind vorerst nicht mehr bewohnbar. Insgesamt waren 70 Feuerwehrleute im Einsatz. Für die geretteten Bewohner wurden von Mitarbeitern der Stadt anschließend schnell neue Unterbringungen organisiert. Die Neusser Feuerwehr hatte erst am Mittwoch ebenfalls eine Rettungsaktion durchgeführt – aber nicht für Menschen, sondern für Entenküken.

Wie das Feuer entstanden ist, ist zurzeit noch unklar. Die Kriminalpolizei hat deshalb nun Ermittlungen gestartet. Der Schaden des Brandes beläuft sich auf ungefähr 50.000 Euro. Eine weitaus höhere Schadenssumme war am Montagabend bei einem Feuer in Ratingen entstanden. (os mit ots)

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