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Impfungen gegen Coronavirus gestartet: 82-Jährige aus Seniorenheim Haus Lörick erhält erste Dosis in Düsseldorf

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Von: Benjamin Stroka

Das Impfzentrum Düsseldorf in der Merkur-Spiel-Arena.
Am 27. Dezember startete die Stadt Düsseldorf mit den Impfungen gegen das Coronavirus. © Roberto Pfeil/dpa

Mit den ersten Impfungen begann am 27. Dezember der nächste Schritt im Kampf gegen das Coronavirus. In Düsseldorf erhielt die 82-jährige Ursula Spehr die erste Dosis.

Düsseldorf – Die 82-jährige Ursula Spehr hatte einen ganz besonderen Sonntag. Denn die Einwohnerin des Seniorenheims Haus Lörick in Düsseldorf erhielt als erste Person in der NRW-Landeshauptstadt eine Impfung gegen das Coronavirus COVID-19.

Impfbeginn in Düsseldorf: OB Stephan Keller zum Kampf gegen das Coronavirus

Damit begann am Sonntag nach Weihnachten offiziell der Impfstart in Düsseldorf. Allerdings noch nicht im Impfzentrum in der Merkur-Spiel-Arena. „Gemäß der Impfverordnung des Bundes finden die ersten Impfungen nicht im Impfzentrum, sondern in Senioren- und Pflegeeinrichtungen statt“, erklärt die Stadt Düsseldorf.

In Düsseldorf erfolgt die Priorisierung über die Größe der Einrichtungen. Diese werden dann vom Land mit den Impfdosen und Impfmaterial (Kanülen und Spritzen) beliefert. Das Seniorenheim Haus Lörick machte am 27. Dezember den Anfang. Dort erhielt Bewohnerin Ursula Spehr (82) als erste Düsseldorferin eine Impfung.

„Heute ist ein guter Tag für Düsseldorf“, freute sich OB Stephan Keller. Bei der Bekämpfung des Coronavirus setze man große Hoffnung in die freiwilligen Impfungen. „Die Hoffnung beruht darauf, dass die Zahl von Neuinfektionen und die Zahl schwerer Verläufe der Erkrankung damit reduziert werden können“, so Keller weiter. Dabei habe er vollstes Vertrauen in die Arbeit der Kassenärztlichen Vereinigung, die die Impfung der Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort übernommen hat.

„Wir freuen uns sehr, dass wir bei der Impfaktion heute in Düsseldorf die ersten sein durften“, sagte Norbert Molitor, Geschäftsführer des Wohnstifts Haus Lörick. „Als heute Morgen der Impfstoff angeliefert wurde, war das wie Weihnachten. Bei uns ist die Impfbereitschaft jedenfalls sehr groß.“

Impfungen gegen Coronavirus: Düsseldorf bekommt im Dezember über 4000 Impfdosen

Zum Start am 27. Dezember wurde die Stadt Düsseldorf zunächst nur mit 180 Impfdosen versorgt. Doch schon am 29. und am 31. Dezember sollen laut NRW-Gesundheitsministerium jeweils 2111 Impfdosen zur Verfügung stehen, mit der entsprechenden Anzahl Impfdosen für die zweite Impfung jeweils drei Wochen später.

Im Januar sollen in ganz NRW wöchentlich 141.375 Impfdosen ausgeliefert werden. Mit der Zulassung eines weiteren Impfstoffes werde sich die Zahl signifikant erhöhen, verspricht die Stadt Düsseldorf. Dann soll auch das Impfen im Impfzentrum in der Merkur-Spiel-Arena in Düsseldorf-Stockum starten.

„Wir sehen leider seit Wochen eine besorgniserregende Entwicklung der Pandemie, die allen Beteiligten im Gesundheitswesen viel abverlangt. Wir müssen diesen Trend stoppen“, fordert Dr. Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Deshalb sei es ungemein wichtig, „jetzt mit dem Impfen zügig zu beginnen“. Dafür brauche man ausreichende Mengen an Impfstoff. König: „Noch in diesem Jahr starten zu können, ist ein wesentlicher Baustein zum Schutz der vulnerablen, besonders gefährdeten Gruppen. Wir sind vorbereitet für den Start, werden unsere Aufgaben dabei erfüllen und schaffen damit eine Grundlage für eine nachhaltig positive Entwicklung im kommenden Jahr.“

Coronavirus in Düsseldorf: Impfmobile unterstützen das Impfzentrum der Stadt

Im nächsten Schritt sollen die freiwilligen Impfungen für das Pflegepersonal auf Intensiv- und Coronastationen sowie alle Menschen ab 80 Jahren, die in ihren eigenen vier Wänden wohnen, zur Verfügung stehen. Acht Impfmobile werden dafür in Düsseldorf unterwegs sein und Menschen, die nicht ins Impfzentrum kommen können, zu Hause mit dem Impfstoff gegen das Coronavirus versorgen. Die Terminvergabe dafür ist noch nicht gestartet, wird aber über die Hotline 116 117 möglich sein. Das Land NRW will dazu alle Impfberechtigten ab 80 Jahren gesondert anschreiben. (bs)

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