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Nach Köln: Auch Düsseldorf plant Impfungen in sozialen Brennpunkten

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Von: Benjamin Stroka

Eine Spritze mit Impfstoff gegen das Coronavirus.
In Düsseldorf gab es Anfang Mai bereits eine Aktion, bei der Wohnungslose geimpft wurden. © Federico Gambarini/dpa

Köln hat es Anfang Mai vorgemacht – nun will Düsseldorf nachziehen. Die NRW-Landeshauptstadt könnte schon bald mit Impfungen in sozial benachteiligten Vierteln beginnen.

Düsseldorf – Nachdem die Stadt Köln bereits mit groß angelegten Impfaktionen in dicht besiedelten und stark von Corona betroffenen Stadtteilen wie Chorweiler und Meschenich losgelegt hat, will Düsseldorf nun nachziehen. „Die Landeshauptstadt befindet sich zurzeit in den Vorbereitungen für eine Impfung in den sozial schwächer gestellten Stadtteilen“, bestätigt ein Sprecher der Stadt.

Impfungen in sozialen Brennpunkten: Düsseldorf könnte in den nächsten zwei Wochen starten

Dabei soll es um acht Stadtteile geben. Mehrere Medien berichteten, dass unter anderem Lichtenbroich, Oberbilk, Lierenfeld, Flingern und Eller darunter sein sollen. Die genauen Stadtteile wollte die Stadt Düsseldorf auf 24RHEIN-Nachfrage allerdings noch nicht kommentieren. „Aktuell ist es noch verfrüht, um hier einzelne Stadtteile in den Fokus zu nehmen“, so ein Sprecher.

Auch sei noch unklar, ob das Projekt zunächst probeweise in einem einzigen Stadtteil beginnen soll, wie Köln es beispielsweise in Chorweiler gemacht hat, oder ob die Impfaktion in allen betroffenen Stadtteilen gleichzeitig beginnen wird. Starten könnte die Aktion bereits in den nächsten zwei Wochen. Für einen genauen Termin stehe die Stadt aktuell im engen Austausch mit dem NRW-Gesundheitsministerium.

Düsseldorf setzt bei Impfungen in Stadtteilen mit hoher Inzidenz auf die Hausärzte

Im Gegensatz zu Köln will man in Düsseldorf allerdings nicht auf sogenannte Impfmobile oder Impfbusse setzen, die in die betroffenen Stadtteile fahren. In der NRW-Landeshauptstadt legt man den Fokus auf die Hausärzte. „Hierzu finden aktuell Abstimmungsgespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung statt, um die dort befindlichen Arztpraxen in die Impfkampagne mit einzubeziehen“, so ein Sprecher der Stadt gegenüber 24RHEIN.

Um ausreichend Impfstoff für die Sonderimpfaktion zur Verfügung zu haben, hat die Stadt Düsseldorf bereits ein zusätzliches Impfstoff-Kontingent beim Gesundheitsministerium beantragt. Wie viel zusätzlichen Impfstoff das Land NRW für Düsseldorf zur Verfügung stellen wird, ist noch nicht bekannt. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann gab erst kürzlich im Rahmen des weiteren Impffahrplans bekannt, dass man insgesamt 100.000 Impfdosen für sozial benachteiligte Stadtteile mit besonders hoher Inzidenz zur Verfügung stellen werde. Dadurch will man die Menschen dort „schnell und unbürokratisch“ schützen.

In Köln gab es in den vergangenen Tagen mehrere Sonderimpfaktionen. So wurde am letzten Wochenende auch an zwei Tagen in der DITIB-Zentralmoschee in Ehrenfeld gegen das Coronavirus geimpft. (bs)

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