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Dreiste Lüge über angebliches Coronavirus bei ihrem Sohn – Trickbetrüger bestehlen alte Frau in Düsseldorf

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Von: Benjamin Stroka

Ein Mann hält einen Telefonhörer.
Immer wieder ergaunern dreiste Trickbetrüger hohe Summen (Symbolbild). © Armin Weigel/dpa

Mit einer besonders dreisten Masche sind aktuell Trickbetrüger in Düsseldorf unterwegs. Als falsche Professoren verlangen sie Geld für lebensnotwendige Corona-Medikamente.

Düsseldorf – Als würde das Coronavirus den Menschen nicht schon genug Sorgen bereiten, treiben derzeit auch besonders dreiste Kriminelle ihr Unwesen. Das bekam am Samstag auch eine Seniorin in Düsseldorf zu spüren, die mit einer fiesen Betrugsmasche um ihr Geld gebracht wurde.

Geht’s noch dreister? Trickbetrüger aus Düsseldorf nutzen Corona-Masche, um Senioren zu bestehlen

Die über 80-jährige Frau erhielt einen Anruf von einem vermeintlichen „Professor Weber“, der ihr erklärte, dass ihr Sohn so schwer an Corona erkrankt sei, dass ihn nur noch ein besonders teures Medikament retten könne. Die Seniorin aus Düsseldorf-Itter stimmte ohne Umschweife zu, das Geld für das angeblich lebensnotwendige Medikament zu bezahlen.

Sie übergab einem jungen Mann ihr Geld an der Haustür. Doch die dreiste Betrugsmasche war damit noch nicht vorbei. „Nach der Abholung des Geldes erhielt die Frau erneut einen Anruf“, berichtet die Polizei.

Trickbetrüger aus Düsseldorf: Beim zweiten Anruf gaben sie sich als Polizisten aus

Diesmal gab sich eine Anruferin als Polizistin aus. Sie teilte der Frau mit, dass die Polizei das Telefon abgehört und dadurch von dem Betrug erfahren habe. Nun würde man den gesamten Schmuck sowie das restliche Bargeld abholen, um die Dame vor weiterem Schaden zu bewahren.

Das machte die Seniorin aber misstrauisch, sodass sie die Polizei verständigte, die die Ermittlungen aufnahm. Laut Informationen der Polizei ist der Täter, der das Geld abholte, 30 bis 40 Jahre alt und etwa 1,80 bis 1,90 Meter groß. Er trug dunkle Kleidung sowie eine dunkle Kappe und sprach akzentfrei deutschen. Das Kriminalkommissariat 31 nimmt unter der Telefonnummer 0211-8700 Hinweise entgegen. (bs)

Um weitere Betrugsfälle zu vermeiden, rät die Polizei:

Übergeben Sie niemals Geld und Wertgegenstände an Fremde

Teilen Sie keine persönlichen Informationen zu familiären und finanziellen Verhältnissen mit

Fordern Sie den Anrufer auf, seinen Namen zu nennen

Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung, auch wenn sich diese als mutmaßliche Amtsträger legitimieren. Rufen Sie die betreffende Institution unter der Ihnen persönlich bekannten oder recherchierten Telefonnummer an

Nehmen Sie keine kostenpflichtigen Corona-Tests in Anspruch und kontaktieren Sie umgehend die Polizei.

Bei Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kommissariats für Prävention und Opferschutz unter der Nummer 0211-8700 zur Verfügung. Im Notfall kontaktieren Sie die 110.

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