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Coronavirus: Düsseldorfer Uni-Klinik impft Risikopatienten jetzt selbst

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Von: Nina Büchs

Ein Mann wird im Impfzentrum in Essen mit Biontech/Pfizer gegen das Coronavirus geimpft.
Das Universitätsklinikum Düsseldorf darf seine Risikopatienten nun selbst gegen das Coronavirus impfen. (Symbolbild) © Rolf Vennenbernd/dpa

Das Land NRW hat dem Universitätsklinikum Düsseldorf nun die Erlaubnis erteilt, Risikopatienten selbst gegen Corona zu impfen. Die ersten Impfungen haben bereits gestartet.

Düsseldorf – Das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) impft seine ambulanten und stationären Risikopatienten jetzt direkt auf dem Klinikgelände. Für diese Möglichkeit habe sich der Vorstand zusammen mit anderen Uni-Kliniken beim Land eingesetzt. Die Regierung habe dem nun stattgegeben, teilte das Krankenhaus mit.

Coronavirus: Uniklinik Düsseldorf impft Patienten mit schwerer Grunderkrankung nun selbst

Die Impfungen mit dem Biontech/Pfizer-Vakzin sollen Patientinnen und Patienten erhalten, die aufgrund ihrer Grunderkrankung ein besonders hohes Risiko für einen schweren Verlauf einer Corona-Infektion haben, zum Beispiel nach oder vor Organtransplantationen und Tumorpatienten. Das Land NRW stelle über die Stadt Düsseldorf dafür gesondert Impfstoff zur Verfügung, so die Uni-Klinik.

Düsseldorf: Uniklinik darf Patienten nun selbst gegen Corona impfen – erste Impfungen laufen bereits

„Wir freuen uns sehr, dass uns das Land diese Option eröffnet. Als Universitätsklinikum haben wir eine besondere Verantwortung für unsere Patienten, die wegen einer schweren Erkrankung bei uns in Behandlung sind. Nun können diese Patienten an ihrer gewohnten Anlaufstelle schnell und sicher geimpft werden. Das ist eine gute Nachricht für die Menschen, die auf uns vertrauen, wenn es um ihre Gesundheit geht“, sagte Professor Frank Schneider, Ärztlicher Direktor der Uni-Klinik.

Schon am 30. März und 31. März finden nun auf dem Klinikgelände die ersten Impftermine statt. „Die Apotheke des Universitätsklinikums hat dafür mit großem Engagement die Vorbereitung der Impfstoffe übernommen“, heißt es in der Mitteilung des Krankenhauses.

Universitätsklinikum impft Risikopatienten mit Biontech/Pfizer – erneuter Wirbel um Astrazeneca

Übrigens: Während Risikopatienten des Uniklinikums nun auch mit Biontech/Pfizer geimpft werden, steht der Impfstoff „Astrazeneca“ erneut in der Kritik. Nach dem Tod einer Frau in Euskirchen wurde die Impfung mit Astrazeneca dort vorübergehend ausgesetzt. Mit Blick auf die Vorfälle haben sich nun auch die Leiter von fünf der sechs Uni-Kliniken in Nordrhein-Westfalen in einem gemeinsamen Brief an den Bundes- und Landesgesundheitsminister für den vorläufigen Stopp von Impfungen jüngerer Frauen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca ausgesprochen. (nb mit dpa)

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