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Verweilverbot in Düsseldorf: Diese Regeln gelten jetzt in der Altstadt

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Von: Benjamin Stroka

Polizisten und Mitarbeiter des Ordnungsamtes stehen am Burgplatz in der Altstadt.
Polizei und Ordnungsamt kontrollieren das Einhalten der Corona-Regeln in der Düsseldorfer Altstadt. (Archivbild) © Roberto Pfeil/dpa

Corona-Verstöße in der Altstadt und Auto-Poser auf der Kö: Düsseldorf hat neue Verbote eingeführt. Ein Überblick, welche Regeln jetzt gelten.

Düsseldorf – Das Ende der Bundes-Notbremse in Düsseldorf und damit gleichzeitig die Lockerung der Corona-Regeln erlaubte am vergangenen Wochenende unter anderem die Öffnung der Außengastronomie in der Altstadt. Dort wurde es allerdings trotz des eher schlechten Wetters am Pfingstwochenende richtig voll. Besonders in den Abend- und Nachtstunden beklagte die Stadt Düsseldorf zahlreiche Verstöße gegen die geltenden Corona-Regeln, wie Maskenpflicht und Abstandhalten. Gleichzeitig sorgten sogenannte Auto-Poser auf der Königsallee nachts für teilweise chaotische Szenen. Nun hat die Stadt durchgegriffen und führt ab Freitag (29. Mai) neue Regeln für die Abend- und Nachtstunden ein.

Corona in Düsseldorf: Ab Freitag Verweilverbot und Alkoholverbot in der Altstadt

So gilt ab Freitag für vorerst mindestens zwei Wochen täglich ab 20 Uhr ein sogenanntes Verweilverbot im öffentlichen Raum in der Altstadt und auf der Rheinuferpromenade. Das heißt: Gehen ist dort erlaubt, Stehenbleiben, außer in Ausnahmefällen wie beispielsweise in Warteschlangen vor Restaurants, Kneipen oder Geschäften, nicht mehr. Zudem tritt für den gleichen Zeitraum auch ein Alkoholkonsumverbot für den öffentlichen Raum in Kraft. In Gastronomiebetrieben darf wie gehabt in den Außenbereichen Alkohol getrunken werden. Eine Zugangskontrolle in der Altstadt wird es zudem nicht geben. Entschieden wurden die Maßnahmen gemeinsam von Spitzenvertretern der Stadt, der Polizei und der Gastronomie in Düsseldorf.

„Die Corona-Regeln haben am Wochenende nicht überall gefruchtet. Die Maskenpflicht und Abstandsregeln wurden häufig nicht eingehalten“, erklärte der Ordnungsdezernent und derzeitige Krisenstabsleiter Christian Zaum am Donnerstagmorgen in einer Pressekonferenz in Düsseldorf. Teilweise habe es in der Altstadt dichtgedrängte Menschenmassen gegeben und mit zunehmendem Alkoholkonsum, hätten sich diese Menschen „zunehmend uneinsichtig und aggressiv“ gegenüber den Ordnungskräften verhalten. Zaum betonte, dass es in statischen großen Menschenmassen immer noch ein hohes Infektionsrisiko gebe.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller ergänzte, dass das Verweil- und Alkoholkonsumverbot kein Widerspruch zu den bislang durchgeführten und weiteren anstehenden Lockerungen seien. „Die Verbote beziehen sich nur auf die Abend- und Nachtstunden im öffentlichen Raum in der Altstadt – also die Zeit, in der andere Konzepte nicht greifen können“, so Keller. „Wir alle wollen unsere wiedergewonnenen Freiheiten genießen und uns auch über die nächsten Lockerungsstufen freuen können. Wir haben es selbst in der Hand, aber müssen aufpassen, dass wir das Erreichte nicht wieder verspielen.“ Düsseldorf sei nicht nur die NRW-Landeshauptstadt, sondern auch ein Vorreiter in Bezug auf Öffnungen in der Region. Bereits im März galt in Düsseldorf in einigen Bereichen von Düsseldorf ein Verweilverbot.

Düsseldorf: Kö wird für nächtlichen Autoverkehr gesperrt – die Regeln im Überblick

Neben den neuen Regeln für die Altstadt und das Rheinufer, hat die Stadt auch schärfere Regeln für die Königsallee beschlossen. Um der sogenannten Autoposer-Szene Herr zu werden, wird die Kö freitags, samstags, in Nächten vor Feiertagen und „sonst anlassbezogen“ für den nächtlichen Autoverkehr gesperrt. Die Autoposer sind der Stadt mit laut aufheulenden Motoren, durchdrehenden Reifen und aufgemotzten Karren schon lange ein Dorn im Auge, auch unabhängig von der Corona-Pandemie.

Auf der sei es nun am vergangenen Wochenende eskaliert. OB Keller fand dazu klare Worte: „Solche Bilder wollen wir nicht sehen und werden wir nicht dulden. Der Rechtsstaat darf sich hier nicht auf der Nase herumtanzen lassen.“

Während die Verbote in der Altstadt zunächst nur bis zum 11. Juni feststehen, gilt das nächtliche Fahrverbot auf der Königsallee laut OB Keller vorerst „bis auf Weiteres“ und hat somit noch kein mögliches Ablaufdatum. Dafür gilt ab Freitag (29. Mai) die neue Corona-Schutzverordnung in NRW, die nochmal einige Lockerungen mitbringt. So ist ab Freitag bei einer stabilen Inzidenz unter 100 unter anderem wieder Shopping ohne Termin möglich. Da Düsseldorf schon seit längerem unter dem Grenzwert liegt, tritt diese Lockerung auch bereits am Freitag in der NRW-Landeshauptstadt in Kraft. (bs)

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