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Denkmal am Rheinufer: Neues Kunstwerk für geschlechtliche Vielfalt in Düsseldorf

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Von: Benjamin Stroka

Das Werk von Claus Richter mit einer Figurengruppe, die die Hände zum Teil zu Fäusten geballt oder mit Victory-Zeichen emporstreckt.
Das Werk von Claus Richter bildet eine Figurengruppe, die die Hände zum Teil zu Fäusten geballt oder mit Victory-Zeichen emporstreckt. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Uwe Schaffmeister

Ein neues Denkmal erinnert in Düsseldorf an die Opfer sexueller Diskriminierung. Das Kunstwerk für geschlechtliche Vielfalt stammt vom Künstler Claus Richter.

Düsseldorf – In Düsseldorf ist ein Denkmal für die Opfer sexueller Diskriminierung enthüllt worden. Das Kunstwerk des in Köln lebenden Künstlers Claus Richter wurde am Freitag (15. Oktober) im Rahmen des CSD 2021 in Düsseldorf am Rheinufer in der Nähe der Staatskanzlei aufgestellt. Das Kunstwerk zeigt eine Figurengruppe, die die Hände zum Teil zu Fäusten geballt oder mit Victory-Zeichen emporstreckt. Die vier Figuren sollen alle Spektren sexueller und geschlechtlicher Vielfalt symbolisieren.

Düsseldorf: Denkmal am Rhein „ein Symbol für Vielfalt“

„Düsseldorf ist eine weltoffene, bunte und tolerante Stadt. Hierher passt das Kunstwerk für die Erinnerung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Mit diesem Ort gedenken wir der Diskriminierung von Lesben, Schulen und trans*Menschen und schaffen gleichzeitig ein sichtbares Symbol für die Vielfalt in der Landeshauptstadt“, sagte Oberbürgermeister Stephan Keller bei der Enthüllung des Mahnmals. Der Ort solle nun daran erinnern, „dass ein vielfältiges und tolerantes Miteinander keine Selbstverständlichkeit ist“.

Die Enthüllung des Kunstwerks mit (v.l.) Künstler Claus Richter, OB Dr. Stephan Keller, Gabriele Bischoff vom „LSBTIQ+ Forum Düsseldorf“, und Heike van den Valentyn von der Kunstkommission der Stadt.
Die Enthüllung des Kunstwerks mit (v.l.) Künstler Claus Richter, OB Dr. Stephan Keller, Gabriele Bischoff vom „LSBTIQ+ Forum Düsseldorf“, und Heike van den Valentyn von der Kunstkommission der Stadt. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Uwe Schaffmeister

Eine Tafel am Denkmal hat folgende Inschrift: „Ort für die Erinnerung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Dieser Ort ist den Lesben, Schwulen, Bisexuellen und trans* Menschen gewidmet, die Opfer von Gewalt, Verfolgung und Diskriminierung in Düsseldorf wurden.“ Das Kunstwerk steht auf der Wiese zwischen dem „KIT – Kunst im Tunnel“ und dem Apollo-Varieté an der Rheinkniebrücke.

Düsseldorf: Kunstwerk von Claus Richter – „geht um Kraft der Gemeinschaft“

„Die Figuren der Skulpturengruppe halten sich alle an den Händen. Sie sind vereint, und das hat etwas sehr Humanistisches für mich. Das ist eine Utopie, die nur ab und zu aufleuchtet, aber dann umso stärker und schöner. So kitschig das klingt: Es geht um die Kraft der Gemeinschaft“, sagte der Künstler Claus Richter über sein Werk.

Der Künstler Claus Richter

Das neue Mahnmal für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Düsseldorf stammt vom Künstler Claus Richter. Richter wurde 1971 in Lippstadt geboren und hat an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach studiert. Heute lebt und arbeitet Richter in Köln. Arbeiten von ihm sind unter anderem im Museum Ludwig in Köln sowie im Leopold-Hoesch-Museum in Düren ausgestellt.

Die Kunstkommission in Düsseldorf startete bereits im Sommer 2018 mit den Plänen für einen offenen Wettbewerb zur Realisierung des Erinnerungsortes am Rhein. Aus den eingereichten Entwürfen von 14 Künstlerinnen und Künstlern wurde die Idee von Claus Richter im Mai 2020 zum Sieger des Wettbewerbs erklärt. (bs mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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