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Düsseldorf: Siedlung geflutet – Feuerwehr pumpt Keller leer

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Von: Benjamin Stroka

Die Feuerwehr versucht, das Hochwasser mit einem Sandsackwall zu stoppen.
Die Feuerwehr hatte am Mittwoch noch vergeblich versucht, das Hochwasser mit einem Sandsackwall zu stoppen. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert

Die Ostparksiedlung in den Düsseldorfer Stadtteilen Grafenberg und Gerresheim wurde von einem historischen Hochwasser geflutet. Alle Infos hier im News-Ticker.

Update vom 16. Juli, 13:20 Uhr: Noch sind die Einsätze der Feuerwehr in der Ostpark-Siedlung in vollem Gange. „Aktuell werden dort noch mehrere Keller leergepumpt“, so ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber 24RHEIN. Zudem wurde am Donnerstag dort ein Infopoint für betroffene Bürger eingerichtet. Betroffene des Unwetters können sich dort bei Fragen unter anderem zur Rückkehr in die eigene Wohnung, Unterbringung und zum Thema Sicherheit an die Mitarbeiter des Info-Points wenden. Der Info-Point wird laut dem Sprecher der Feuerwehr bislang sehr gut angenommen.

Infopoint für von Hochwasser betroffene Menschen in Düsseldorf: Addresse und Öffnungszeiten

Adresse: Katholischen Gemeinschaftsgrundschule Unter den Eichen 26 

Öffnungszeiten: Montag bis einschließlich Sonntag von 9 bis 22 Uhr

Bislang müssten außerdem noch etwa 300 Einsätze in Düsseldorf abgearbeitet werden, so der Sprecher.

Düsseldorf: Deichsicherung soll fortgesetzt werden – Infopoint für betroffene Bürger eingerichtet

Update, 17:52 Uhr: Wie die Stadt Düsseldorf mitteilt, soll die Deichsicherung im Stadtgebiet fortgesetzt werden – zumindest dort, wo es möglich ist. Das gilt auch für die Ostpark-Siedlung. Zusätzlich wurden bereits 25.000 weitere Sandsäcke aufgebaut, so die Stadt in einer Pressemitteilung.

„Der Krisenstab der Landeshauptstadt Düsseldorf hat ein Bündel an Sofortmaßnahmen zur Hilfe der Menschen in den Hochwasser-Gebieten umgehend auf den Weg gebracht. Wir werden alles daran setzen, dass die Anwohnerinnen und Anwohnern, die von Hochwasserschäden betroffen sind wie beispielsweise in der Ostpark-Siedlung, die nötige Unterstützung zur Rückkehr ins normale Alltagsleben erhalten“, so Oberbürgermeister Keller.

Zusätzlich richtet die Stadt in der Ostpark-Siedlung einen Info-Point speziell für die von Hochwasserschäden betroffenen Menschen ein. Die Mitarbeitenden des Info-Points werden unter anderem Kontakte herstellen, bei den Fragen zur Rückkehr in die eigene Wohnung geklärt werden können. 

Düsseldorf: Siedlung geflutet – OB Keller spricht von „Jahrtausendhochwasser“

Update, 15:48 Uhr: Laut Feuerwehr ist bei den Häusern in der Ostparksiedlung nach aktuellen Erkenntnissen keine Einsturzgefahr zu erwarten. „Vollgelaufene Keller sind da grundsätzlich kein Problem. Aber wir müssen sehen, wie die Lage aussieht, wenn das Wasser abgelaufen ist.“

Update, 15:46 Uhr: Feuerwehr: „Bitte schalten Sie nicht im Keller die Sicherung ein, solange nicht sicher ist, dass dort kein Strom mehr liegt. Niemand würde in einen Pool springen, wenn ihm jemand sagen würde, dass dort vielleicht eine offene Stromleitung liegt.“

Update, 15:44 Uhr: Laut Feuerwehr sollen in der Ostparksiedlung durch die Flutwellen Heizöltanks geborsten sein. Das Wasser sei daher an manchen Stellen kontaminiert. Man halte Rücksprache mit dem Umweltamt.

Update, 15:40 Uhr: In der Ostparksiedlung soll es nach aktuellen Erkenntnissen der Stadt nicht zu Personenschäden gekommen sein. Genau, wie in der ganzen Stadt, sei es wohl bisher nur zu Sachschäden gekommen. Aber die Situation in der Siedlung dauert noch an und wird laut Krisenstabsleiter Zaum auch noch ein paar Tage andauern. „Die Pegelstände müssen sinken, damit wir den Strom wieder anstellen können, der lebensnotwendig für die Menschen dort ist. Aber sie müssen noch Geduld haben.“

Update, 15:23 Uhr: Laut dem Stadtentwässerungsdienst ist der Pegelstand an der Düssel inzwischen leicht rückläufig. Aber es werde noch dauern, bis die Überflutungen zurückgewichen sind. Voraussetzung: Weitere Regen verschärft die Situation nicht mehr.

Update, 15:14 Uhr: Krisenstabsleiter Christian Zaum: „Die Ostparksiedlung bereitet uns Sorgen. Wir richten aktuell einen Infopoint ein, bei dem sich die Menschen informieren können.“

Update, 15:08 Uhr: OB Keller spricht in einer Pressekonferenz: „Die Ostparksiedlung steht immer noch unter Wasser. Die Evakuierung war die richtige Entscheidung. An der Düssel gibt es ein Jahrtausendhochwasser.“

Düsseldorf – Auch wenn viele Teile Düsseldorfs von Überschwemmungen nach den heftigen Regenfällen und Unwettern heimgesucht wurden – besonders dramatisch ist die Situation weiterhin vor allem in der Ostparksiedlung in den Stadtteilen Grafenberg und Gerresheim.

Düsseldorf: Siedlung in Gerresheim überflutet – Sandsäcke hielten Hochwasser nicht auf

Dort mussten am Mittwoch (14. Juli) die Anwohner aus rund 350 Gebäuden evakuiert werden, nachdem der extreme Dauerregen die Düssel zu einem reißenden Fluss gemacht hatte. Zwischendurch wurde mit einem Pegel von 2,65 Meter ein neuer Höchststand gemessen. Die Feuerwehr versuchte mit 25.000 Sandsäcken einen Wall zu errichten, um das Hochwasser zu stoppen, doch der Pegel stieg weiter.

Inzwischen sagt die Feuerwehr Düsseldorf, dass die Düssel mit 3 Metern einen neuen Rekordpegel erreicht habe. „Das Düssel-Hochwasser hat in der Nacht zum Donnerstag, 15. Juli, einen Sandsackwall an der Zweibrückenstraße überspült und die Ostpark-Siedlung in Gerresheim geflutet. Das historische Hochwasser ist auf über 3 Meter angestiegen“, so die Feuerwehr auf ihrer Facebook-Seite. Die Lage bleibt weiterhin sehr kritisch.

Düsseldorf: OB Keller spricht um 15 Uhr über die Hochwasser-Lage

Zur Unterstützung hatte die Stadt Düsseldorf noch am Mittwoch das THW und die Bundeswehr angefordert. Bewohner wurden aufgerufen ihre Autos aus dem Gebiet zu entfernen und ihre Wertsachen in höher gelegenen Etagen zu sichern. Die Keller vieler betroffener Häuser sollen mit Wassermassen von 1,5 bis 2 Metern Höhe vollgelaufen sein. „Es wird voraussichtlich mehrere Tage dauern, um das Wasser wieder kontrolliert abzupumpen“, so ein Sprecher der Stadt am Mittwoch.

Um 15 Uhr gibt die Stadt Düsseldorf eine Pressekonferenz zur dramatischen Hochwasserlage in der Landeshauptstadt. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller informiert dort gemeinsam mit Krisenstabsleiter Christian Zaum.

Auch in anderen Teilen von Düsseldorf sorgte der Extremregen für zahlreiche Überflutungen. Die Rheinbahn musste den Betriebshof in Benrath räumen. Mehrere Ampelanlagen in der Stadt sind ausgefallen. Alle Informationen dazu im News-Ticker zum Unwetter in Düsseldorf. Auch der Pegelstand des Rheins steigt stündlich weiter an. Die Stadt hat auch dort bereits erste Maßnahmen ergriffen. (bs)

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