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Düsseldorf greift durch: E-Scooter dürfen am Rhein nicht mehr parken

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Von: Benjamin Stroka

E-Scooter stehen am Straßenrand in Düsseldorf.
Die Stadt Düsseldorf verschärft erneut die Regeln für die Nutzung und das Abstellen von E-Scootern. (Symbolbild) © Federico Gambarini/dpa

Auf der Rheinpromenade in Düsseldorf dürfen an Wochenenden keine E-Scooter mehr abgestellt werden. Dafür testet die Stadt spezielle Parkflächen für die Roller.

Düsseldorf – Wild abgestellte E-Scooter und Unfälle durch riskante Fahrweisen auf den elektrischen Tretrollen sorgen in Düsseldorf schon seit 2019 für Unmut. Daher hat die Landeshauptstadt von NRW als eine der ersten Städte in Deutschland schon 2019 die Initiative ergriffen, um mehr Ordnung beim Abstellen von E-Scootern zu schaffen und auch die Verleihfirmen in die Pflicht zu nehmen.

Düsseldorf: E-Scooter dürfen auf Rheinuferpromenade nicht parken

Es wurden bereits Abstellverbote ausgesprochen und spezielle Parkflächen eingerichtet. Am 11. Juni 2021 begann nun auch eine Testphase auf der Rheinuferpromenade. Auf der Promenade selbst und in den angrenzenden Querstraßen durften an den vergangenen beiden Wochenende keine E-Scooter mehr abgestellt und keine entsprechenden Parkflächen dafür angeboten werden. Dieser „Verkehrsversuch“, wie die Stadt ihn nennt, wird auch am kommenden Wochenende, also am 26. und 27. Juni fortgesetzt. „Ob es auch an weiteren Wochenenden Verbotszonen geben wird, werden die weiteren Verhandlungen mit den Scooterbetreibern noch zeigen“, so ein Sprecher der Stadt auf 24RHEIN-Anfrage.

Neue Abstellflächen für die E-Scooter gibt es inzwischen am Apollo-Theater (in Höhe der Reuterkaserne), am Carlsplatz (Ecke Benrather Straße) und neuerdings auch an der Heinrich-Heine-Allee (in Höhe Hausnummer 23 gegenüber der Oper). „Auch dort, sowie an der bereits vorhandenen Abstellfläche an der Mühlenstraße, dürfen die E-Scooter nun gezielt abgestellt werden“, teilt die Stadt Düsseldorf mit. Darauf haben sich die Stadt und die unterschiedlichen E-Scooter-Anbieter geeinigt. Beide Parteien gehen davon aus, dass aufgrund der Abstellverbote auch insgesamt weniger E-Scooter auf der Rheinpromenade unterwegs sein werden.

Düsseldorf: Hier dürfen E-Scooter nicht abgestellt und nicht gefahren werden

Düsseldorf: Stadt kämpft schon seit 2019 gegen wild abgestellte E-Scooter

„Wir wollen niemandem den Spaß an den neuen Scootern verderben, aber müssen auch verhindern, dass dies auf Kosten anderer Verkehrsteilnehmer geht“, sagte schon 2019 der damalige Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel. Als Folge wurde die Nutzung und das Abstellen von E-Scootern durch besondere Auflagen und Bedingungen geregelt. Dazu zählt auch, dass die „Entsorgung“ von E-Scootern in Gewässern als Ordnungswidrigkeit geahndet wird. Ein „Trend“, der aktuell auch in Köln für Probleme sorgt. So wurden erst kürzlich rund 500 E-Scooter im Rhein in Köln entdeckt.

Doch nicht nur in Gewässern sorgen die E-Roller für Unmut. In Düsseldorf landen beispielsweise E-Scooter auch häufiger im Hofgarten oder im Kö-Graben. In der Altstadt oder auf der Rheinuferpromenade wurden sie ebenfalls lange Zeit wild abgestellt und sorgten so für Verkehrsbehinderungen. „Das Abstellen der E-Scooter muss in geregelte Bahnen gelenkt werden. Behindernd abgestellte E-Scooter wird die Stadt zukünftig auf Kosten der Anbieter kurzfristig einsammeln“, sagte der ehemalige OB Geisel noch im September 2019.

E-Scooter in Düsseldorf: Verleiher mit mehr Personal auf der Rheinuferpromenade

Die Parkflächen wurden bislang durch Schilder mit der Aufschrift „Testbereich E-Scooter“ gekennzeichnet. In Zukunft sollen diese Hinweise in Schilder mit der Aufschrift „E-Scooter Parkzone“ geändert werden. „Darüber hinaus werden die Verleihfirmen weiterhin an den Wochenenden mit mehr Personal an der Rheinuferpromenade unterwegs sein, um wild abgestellte E-Scooter zu entfernen und ihre Kunden auf die Abstellflächen für die E-Scooter hinzuweisen“, heißt es von der Stadt.

Die Stadt Düsseldorf will die Auswirkungen dieses Verkehrsversuchs regelmäßig nach den Wochenenden auswerten und dann Rücksprache mit den Anbietern der Tretroller halten. Dadurch entscheidet sich das weitere Vorgehen. Neben den aktuellen Maßrnahmen arbeitet die Stadt auch bereits an einem Gesamtkonzept, welches zukünftig das Abstellen von E-Scootern im gesamten Stadtgebiet einheitlich regeln soll. Auch Köln könnte nach den jüngsten Entwicklungen bald diesem Vorbild folgen – und Parkverbote für E-Scooter am Rhein einführen. (bs)

Hinweis: Dieser Text wurde zuletzt am 25. Juni aktualisiert. Neuerung: Weitere Verbotsflächen zum Abstellen von E-Scootern in Düsseldorf.

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