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Düsseldorf: Tausende Einsätze wegen Corona-Verstößen - OSD-Mitarbeiter bedroht und beleidigt

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Von: Stefanie Knupp

Schon seit März ist der Düsseldorfer OSD unterwegs, um die Einhaltung der Coronaregeln zu kontrollieren. (Symbolbild)
Schon seit März ist der Düsseldorfer OSD im Einsatz, um die Einhaltung der Coronaregeln zu kontrollieren. (Symbolbild) © Friso Gentsch/dpa

Noch am Montag gab es Stress in einer Metzgerei. Die Stadt Düsseldorf zieht zum Jahresanfang Bilanz: So viele Corona-Einsätze hatte der OSD seit März.

Düsseldorf - Am Montag (4. Januar 2021) mussten Ordnungsdienst und Polizei in Düsseldorf eine Metzgerei räumen. In den Räumlichkeiten hatten die Kräfte drei Beschäftigte und einen Kunden angetroffen, die keine Mund-Nase-Bedeckung trugen. Allein am Montag zählte der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) Düsseldorf 14 Einsätze im Zusammenhang mit der Coronaschutzverordnung. Das teilte die Stadt Düsseldorf jetzt mit.

Bei der Kontrolle in einer Metzgerei weigerten sich die vier angetroffenen, maskenlosen Personen zunächst, ihre Personalien herauszugeben. Zudem seien sie aggressiv gewesen. Ein Mitarbeiter des OSD beleidigt und bedroht worden. Erst mit Hilfe eines weiteren OSD-Teams sowie der Polizei konnte der Einsatz beendet werden. Nach Angaben der Stadt wurden Strafanzeigen erstattet und Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Corona in Düsseldorf: 421 OSD-Einsätze zum Jahresende 2020

Zum Ende des vergangenen Jahres hatte der OSD bereits alle Hände voll zu tun. Zwischen dem 18. und 31. Dezember 2020 verzeichnete er 421 Einsätze – 470 Ordnungswidrigkeitsverfahren wurden eingeleitet. Wegen dieser Verstöße wurden die meisten Verfahren in diesem Zeitraum eingeleitet:

Corona in Düsseldorf: Tausende Corona-Einsätze seit März

Auch im neuen Jahr führen die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes Corona-Kontrollen durch. Zwischen dem 1. und 3. Januar 2021 gab es schon 68 Einsätze. Unter anderem hatten zwei Betriebe trotz Verbotes geöffnet und Kunden bedient. Gegen sie wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Außerdem gab es zu Jahresbeginn eine Personenansammlung, die ein Ordnungswidrigkeitsverfahren zur Folge hatte.

Seit dem 18. März hatte der OSD insgesamt 17.949 Einsätze - knapp die Hälfte davon - nämlich 8393- hatten Bezug zur Coronaschutzverordnung. Aber auch die Bürger scheinen fleißig gewesen zu sein. 12.644 Anrufe sind nach Angaben der Stadt in der OSD-Leitstelle seit diesem Datum eingegangen.

Hier erfahren Sie die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Düsseldorf.

Maskenpflicht in Düsseldorf: Das kostet ein Verstoß

In Düsseldorf gilt die Maskenpflicht im Freien im Bereich des Hauptbahnhofs, der Königsallee/Shadowstraße und im Bereich Altstadt/Carlsplatz. Der Verstoß gegen die Maskenpflicht kostet grundsätzlich 50 Euro Geldbuße, im öffentlichen Nahverkehr sogar noch mehr - hier werden 150 Euro fällig, schreibt die Stadt auf ihrer Internetseite. Bei Wiederholungstätern könne das Bußgeld sogar erhöht werden.

Corona in Düsseldorf: Kampagne animiert zum freiwilligen Masketragen

Viele Menschen nehmen wohl die Maskenpflicht nicht so ernst, wie es sich die Landeshauptstadt wünscht. Dabei unternimmt die Stadt in in Zusammenarbeit mit mehreren Partnern einiges, um an ihre Bürgerinnen und Bürger zu appellieren. Unter dem Hashtag #ImmerMitMaske zeigt die Stadt Düsseldorf im Internet kurze Clips von Düsseldorfer Persönlichkeiten, die freiwillig Maske tragen und sich mit einer kurzen Botschaften an die Zuschauer wenden. Die Kampagne läuft bereits seit mehreren Wochen.

Mit dabei waren unter anderem schon Fußballer Rouwen Hennings von Fortuna Düsseldorf, der ehemalige DEG-Profi Daniel Kreutzer und Hockey-Nationalspielerin Selin Oruz. (sk)

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