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Einwohnerzahl in Düsseldorf sinkt – erstmals seit über 20 Jahren

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Von: Benjamin Stroka

Menschen bevölkern das Rheinufer in Düsseldorf.
Düsseldorf ist nach Köln die zweitgrößte Stadt in NRW (Archivbild). © Maja Hitij/dpa

Erstmals seit über 20 Jahren ist die Einwohnerzahl in Düsseldorf gesunken. Grund dafür ist vor allem die Corona-Pandemie.

Düsseldorf – Über 20 Jahre lang kannte die Einwohnerzahl in Düsseldorf nur eine Richtung – nach oben. 645.923 Menschen lebten Ende 2019 in der NRW-Landeshauptstadt. Ein beachtlicher Wert, vor allem im Hinblick auf 2014, als es noch weniger als 620.000 waren. Die Zahl liegt zwar immer noch deutlich unter dem historischen Höchstwert (1962 waren es 705.391 Menschen), aber der Trend zeigte jahrelang nach oben. Diese Entwicklung wurde 2020 gestoppt – erstmals seit 1998/99.

Einwohnerzahl in Düsseldorf: Corona-Pandemie hat das Wanderungsverhalten stark beeinflusst

Wie die Stadt Düsseldorf bekannt gab, lebten in der NRW-Landeshauptstadt zum Stichtag 31. Dezember 2020 insgesamt 644.280 Einwohner. Das sind 1643 Menschen weniger, als noch im Vorjahr. Die Werte gehen aus dem Bericht „Demografie-Monitoring 2014 bis 2020“ des Amtes für Statistik und Wahlen der Stadt hervor. Hauptgrund dafür seien die Effekte der Corona-Pandemie. „Insbesondere die Entwicklung der Bevölkerung und das Wanderungsverhalten sind davon betroffen“, so ein Stadtsprecher. Im gleichen Zuge habe sich auch die Zahl der in Düsseldorf lebenden Ausländer um 379 Personen im Vergleich zum Vorjahr reduziert.

Das Wanderungsverhalten wich deutlich vom Vorjahr ab. „Dies gilt insbesondere für die Auslandswanderungen“, so die Stadt. So seien 2020 nur 3820 Menschen aus dem Ausland nach Düsseldorf gezogen. Zum Vergleich: 2019 waren es noch 7121. Auch aus dem sonstigen NRW-Umland gab es deutlich weniger Zuzüge, als in den Vorjahren. „Reduziert hat sich ebenfalls die Zahl der Nebenwohnsitze. Dies könnte zum einen durch den verminderten Zuzug von Studierenden erklärt werden und zum anderen durch die vermehrte Nutzung des Home-Offices“, heißt es im Bericht. Dennoch ist ausgehend vom Referenzjahr 2014 eine deutliche Steigerung von vier Prozent in der Einwohnerzahl Düsseldorfs zu erkennen.

Düsseldorf: Die Einwohner sind im Schnitt jünger als im Rest von NRW

Weiterhin betont die Stadt das im Vergleich zum restlichen Nordrhein-Westfalen relativ junge Durchschnittsalter in Düsseldorf. Dieses lag 2020 bei 43,0 Jahren. Der zuletzt für NRW angegebene Durchschnitt stammt aus dem Jahr 2019 und lag bei 44,2 Jahren. Rund 30 Prozent aller Düsseldorferinnen und Düsseldorfer sind unter 30 Jahre alt, knapp 19 Prozent sind älter als 65 Jahre. Insgesamt hat sich das Durchschnittsalter in der Rheinmetropole seit 2014 (43,1 Jahre) kaum verändert. Frauen machen in Düsseldorf 51,3 Prozent der Gesamtbevölkerung aus, der Anteil an Männern liegt bei 48,7 Prozent.

Mit dem Trend der sinkenden Einwohnerzahl in der Corona-Pandemie steht Düsseldorf übrigens nicht alleine da. Auch in Köln ging die Einwohnerzahl im Vergleich zu 2019 zuletzt zurück. (bs)

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