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Debatte um E-Scooter: Düsseldorf prüft ebenfalls Nachtverbot

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Symbolfoto: E-Scooter der Firma Lime und anderen Anbietern stehen auf dem Fussweg am Potsdamer Platz in Berlin. 09.09.20
E-Scooter könnten nachts womöglich aus dem Düsseldorfer Stadtbild verschwinden. (Symbolbild) © photothek/Imago

In NRW herrscht zurzeit eine große Debatte um E-Scooter. Nun prüft auch die Stadt Düsseldorf ein mögliches Nachtverbot. Man hofft auf die Kooperation der Anbieter.

Düsseldorf – Nach Köln prüft nun auch Düsseldorf ein Nachtfahrverbot für E-Scooter. „Insbesondere in den Nachtstunden werden Verstöße registriert, denen wir aktuell mit einem erhöhten Kontrollaufwand begegnen“, sagte Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) am Freitag.

Die meisten Verstöße gibt es nach Angaben der Stadt in den Nachtstunden, besonders durch alkoholisierte Nutzer. „Nachtfahrverbote treffen dabei vornehmlich nicht die Nutzerinnen und Nutzer, die den E-Scooter auf der Wegekette zur Arbeitsstätte oder zu anderen Zielen einsetzen“, sagte Keller.

Nachtfahrverbot für E-Scooter: Stadt Düsseldorf prüft rechtliche Grundlage – Köln und ADAC auch dafür

Zurzeit werde geprüft, wie ein mögliches Nachtfahrverbot rechtlich umgesetzt werden könne, teilte die Stadt mit. Dazu werde auch die Sondernutzungserlaubnis für E-Scooter angepasst. Mit den Anbietern bestehe ein regelmäßiger Austausch. „Angestrebt wird vorerst eine einvernehmliche Lösung“, hieß es vonseiten der Stadt.

Zuvor war bereits in Köln die Forderung nach einem Nachtfahrverbot für E-Scooter laut geworden. Die Oberbürgermeisterin Henriette Reker und der ADAC Nordrhein befürworten eine solche Einschränkung. Die Anbieter hingegen lehnen ein Nachtfahrverbot bisher ab. (dpa/lnw)

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