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Prozess in Düsseldorf: Blutige Rache eines Familienclans? Video zeigt überraschende Wende

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Eine Discokugel hängt in einem Raum.
Das angebliche Opfer soll in einen Düsseldorfer Nachtclub gelockt und dort schwer verletzt worden sein (Symbolbild). © IMAGO / localpic

Laut Anklage wurde das angebliche Opfer in einen Düsseldorfer Nachtclub gelockt und dort schwer verletzt. Doch ein Video sähnt nun Zweifel an dem Vorfall.

Update vom 17. März, 15:30 Uhr: Auf Antrag des Staatsanwalts und der Verteidiger hat die Richterin nun beide Männer vom Vorwurf der schweren, gefährlichen Körperverletzung freigesprochen.  Zuvor war in dem Prozess ein Video aufgetaucht und hatte für eine spektakuläre Wende gesorgt, die die Vorwürfe der Anklage in sich zusammenfallen ließ.

Prozess in Düsseldorf: Blutige Rache eines Familienclans? Überraschendes Video aufgetaucht

Erstmeldung vom 17. März:

Düsseldorf – Im Prozess um die angebliche blutige Rache eines Familienclans aus Essen zeichnet sich nach dem Auftauchen eines Videos eine Wende ab. Auf dem Video ist das angebliche Opfer mit verbundenem Arm in einem Krankenbett liegend zu sehen, wie es sagt: „Ich habe mich verletzt, als ich dir ein Glas auf den Kopf geschlagen und dir das Gesicht zerschnitten habe. Ihr habt mir nichts getan, ich habe mich selbst verletzt.“ Das Video war auf einer Plattform im Internet veröffentlicht worden.

Prozess in Düsseldorf: Angebliches Opfer hat sich selbst verletzt

Dass Gericht in Düsseldorf erteilte daraufhin den Hinweis, dass dem 36-jährigen vermeintlichen Opfer ein Aussageverweigerungsrecht zustehe, weil es sich wegen Falschverdächtigung selbst belasten könnte. Das gleiche gelte für einen Zeugen, der daraufhin erklärte, er habe von der Tat selbst nichts mitbekommen.

Düsseldorf: Opfer wurde laut Anklage in einen Nachtclub gelockt und dort schwer verletzt

Laut Anklage war das angebliche Opfer als Verräter ins Visier des Clans geraten, in einen Nachtclub in Düsseldorf gelockt und dort schwer verletzt worden. Der Prozess gegen zwei Angeklagte wegen schwerer, gefährlicher Körperverletzung hatte in der vergangenen Woche begonnen.

Mit dem zerschnittenen Gesicht könnte einer der Angeklagten gemeint sein, der eine große Wunde auf der Stirn samt heute noch sichtbarer Narbe davontrug, wie sein Verteidiger sagte. Beide 27 und 28 Jahre alten Männer sollen einer Großfamilie aus Essen angehören.

Blutige Rache? Opfer soll zuvor andere Clan-Mitglieder bei der Polizei belastet haben

Laut Anklage sollen die Angeklagten ihm mit einer abgebrochenen Glasflasche aus Rache mehrere Sehnen und Arterien der rechten Hand durchschnitten haben. Laut Staatsanwalt hatte der 36-Jährige zuvor zwei andere Clan-Mitglieder bei der Polizei belastet. Diese sollen mit der Enkeltrick-Masche Senioren betrogen haben. Das Pärchen war daraufhin vor drei Jahren festgenommen worden und ist bereits wegen Betrugs vom Landgericht Tübingen zu Haftstrafen von acht und neun Jahren verurteilt worden.

Übrigens: Im Dezember des vergangenen Jahres wurde ein anderes Clan-Mitglied vom Düsseldorfer Landgericht zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Dabei handelte es sich um Hambudi Al-Zein, Profi-Boxer und Mitglied des berüchtigten „Al-Zein-Clans“, der zeitweise auch mit Schwester Ewa zusammenlebte. Der 29-Jährige ist auch aus der Serie „4Blocks“ bekannt. Er soll unter anderem im August 2019 vor dem Eingang eines Restaurants am Düsseldorfer Hafen gemeinsam mit anderen Clanmitgliedern einen Türsteher angegriffen und schwer verletzt haben. (nb mit dpa)

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