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Düsseldorf: Frau entdeckt vermeintlich exotisches Tier in Wiese – Tierheim klärt auf

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Von: Oliver Schmitz

Klimahaus Bremerhaven - Ausgebüxter Waran ist wieder da
Waran-Echsen gibt es in unterschiedlichsten Größen. (Symbolbild) © Sina Schuldt/dpa

Nachdem eine Passantin eine kleine Waran-Echse in Düsseldorf entdeckt hat, musste das Tierheim anrücken. Doch die fanden nicht das, was sie dachten.

Düsseldorf – Nichtsahnend ging eine Passantin in der Nacht zum Mittwoch in Düsseldorf spazieren. Plötzlich machte sie auf einer Wiese eine ungewöhnliche Entdeckung: dort saß ein kleiner Waran. Umgehend alarmierte die Frau ihren Echsen-Fund der Polizei, welche wiederum das zuständige Tierheim anrief. Bei der Sicherung stellte sich aber heraus, dass das der Schein trügte.

Düsseldorf: Kleine Waran-Echse ist aus Holz – Tierheim erlaubt sich einen Spaß

Doch was war passiert? Als der Tierrettungsdienst des Tierheims an den Fundort im Stadtteil Lierenfeld anrückte, wurde schnell klar, dass sich der Waran nicht wirklich davon bewegen konnte. Der Grund: Es war gar kein lebendes Reptil, sondern eine Holz-Skulptur.

Was sind Warane?

Die Bezeichnung „Warane“ ist eine Gattung der Schuppenkriechtiere, die insgesamt über 80 verschiedene Tiere umfasst. Für gewöhnlich kommen sie in den tropischen und subtropischen Gebieten von Afrika, Asien und Australien vor und leben in verschiedensten Lebensräumen.

Die meisten Waranen verfügen über einen spitz zulaufenden Kopf und langen Schwanz. Dabei unterscheidet sich ihre Körpergröße zum Teil sehr stark. Die kleinsten Echsen sind nur 20 Zentimeter lang, die größten sogar bis zu drei Meter. Der bekannteste Vertreter ist wohl der Komodowaran, welcher zugleich auch die größte heuet lebende Echse auf der Welt ist. Ein auffälliges Merkmal der Warane ist ihre lange und teils gespaltene Zunge.

Diesen doch kuriosen Einsatz nahm das Tierheim zum Anlass sich einen kleinen Spaß zu erlauben. Sowohl in einer Pressemitteilung, als auch einem Facebook-Post wird der Fund auf die Schippe genommen. In bester Ironie wird sowohl die „Sicherung und fachgerechte Unterbringung“ als auch der Zustand des Warans beschrieben.

„Die Verletzungen an Schwanz und Fuß weisen auf eine nicht artgerechte Gruppenhaltung hin“, schreibt das Tierheim. Den allgemeinen Zustand des Reptils beschreibt man aber als gut, wenn auch der Waran „etwas dehydriert“ zu sein scheint. Die Gattung der Echse beschreibt man dabei auch nicht ganz Ernst gemeint als „Kleiner Kicherwaran“ beziehungsweise „Varanus amüsieriensis“. Sowohl der Part mit dem „Kicher“ als auch „amüsier“ sind frei erfunden.

Tierheim Düsseldorf will Waran-Echse nur unter einer Bedingung rausgeben

Zum Abschluss der Spaß-Meldung betont das Tierheim Düsseldorf, dass die Herausgabe „nur nach Vorlage evtl. notwendiger Artenschutzpapiere“ erfolgt. Der Halter könne sich dabei per E-Mail melden. So lustig die ganze Sache auch sein mag, klärt man am Ende noch zur Sicherheit auf: „Es handelt sich um eine Holz-Skulptur! Nur der Teil mit dem Tierrettungseinsatz entspricht der Realität, beim Rest ist uns die Fantasie durchgegangen.“

Tatsächlich gar nicht so witzig war wohl der Fund eines anderen Reptil in Merzenich (Kreis Düren). Dort waren Anfang August mehrere Königspythons in einem Gebüsch ausgesetzt worden. (os)

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