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Frau (58) aus Düsseldorf umgebracht – Sohn muss neun Jahre in Haft

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Die 58-jährige vermisste Elisabath B. aus Düsseldorf-Gerresheim
Elisabeth B. aus Düsseldorf wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. © Polizei Düsseldorf

Erst galt Elisabeth B. als vermisst, dann fand die Polizei ihre Leiche im Keller ihres Hauses in Düsseldorf. Das Gericht verurteilte nun den Sohn der Getöteten.

Update vom 7. Dezember, 21:20 Uhr: Weil er seine Mutter umgebracht hat, ist ein 40 Jahre alter Düsseldorfer zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht sprach den Sohn des Opfers am Dienstag wegen Totschlags schuldig. Der arbeitslose Kaufmann hatte die Tat am Montag nach monatelangem Schweigen gestanden. Er habe seine 58 Jahre alte Mutter im Streit mit einem Teppichmesser getötet. „Es tut mir unendlich leid, ich habe die Kontrolle verloren“, sagte er.

Während der Tat habe er unter Drogen gestanden und seine Mutter sei alkoholisiert gewesen. Die Altenpflegerin habe ihn aus der Wohnung werfen wollen, in die er nach der Pleite seiner Messebaufirma wenige Wochen zuvor eingezogen gewesen sei. Das Verhältnis sei angespannt gewesen. In dem Fall bleibe „im Dunkeln, was wirklich geschehen ist“, sagte Richter Rainer Drees. „Die Tat war wohl nicht geplant, aber auch nicht so spontan wie geschildert.“ Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Düsseldorf: Frau (58) tot aufgefunden – Anklage gegen ihren Sohn erhoben

Erstmeldung vom 15. Oktober:

Düsseldorf – Im Fall einer wochenlang vermissten und dann tot im Keller ihres Hauses entdeckten Frau aus Düsseldorf hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihren Sohn erhoben. Er soll seine Mutter mit einem tiefen Schnitt in den Hals umgebracht haben. Der 40-Jährige habe sich zum Vorwurf des Totschlags bislang nicht geäußert, sagte Laura Hollmann, Sprecherin der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft, am Freitag.

Düsseldorf: Frau lag tot im Keller ihres Hauses – zuvor hatte sie Streit mit ihrem Sohn

Vor der Tat soll es einen Streit zwischen Mutter und Sohn gegeben haben. Ob dieser das Motiv für die Tat ist, sei aber unklar. Die Polizei hatte Blutspuren in der Wohnung der 58-Jährigen und an der Kleidung ihres Sohnes entdeckt, der dort gemeinsam mit seiner Mutter lebte.

Blick auf eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, deren Fenster mit einer Folie gesichert wurden.
Die Wohnung von Elisabeth D., gesichert mit einer Folie. Ihre Leiche wurde später im Keller des Wohnhauses gefunden. (Archivbild) © David Young/dpa

Frau in Düsseldorf umgebracht: Polizei räumt handwerkliche Fehler ein

Eine großangelegte Suchaktion nach der Frau auch mit Spürhunden blieb erfolglos. Erst als eine Hausnachbarin Verwesungsgeruch im Keller wahrnahm, wurde ihre Leiche entdeckt. Die Polizei hatte danach „handwerkliche Fehler“ eingeräumt. Der Keller sei nicht gründlich genug durchsucht worden. Ein Mantrailer-Spürhund soll die Beamten sofort nach draußen geführt haben.

58-Jährige Düsseldorferin getötet: 18 Zentimeter langer Schnitt über den Hals

Die Leiche der Frau wies laut Obduktionsbericht einen 18 Zentimeter langen Schnitt quer über den Hals auf. Die Verteidigerin des deutschen Verdächtigen wollte am Freitag keine Stellungnahme abgeben. Nun muss das Landgericht in Düsseldorf über die Zulassung der Anklage zum Strafprozess entscheiden. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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