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Bluttat in Düsseldorf: Staatsanwaltschaft wertet Angriff in Wersten als Mordversuch

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Von: Benjamin Stroka

Polizeifahrzeuge vor einer Wache.
Eine Mordkommission der Polizei Düsseldorf ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts (Symbolfoto). © imago images/Jan Huebner

Die Polizei in Düsseldorf fand am Montagmorgen einen schwerverletzten Mann in Wersten. Gegen den mutmaßlichen Täter wurde nun ein Haftbefehl erhoben.

Update vom 22. Dezember, 16:14 Uhr: Nach der lebensgefährlichen Attacke auf einen 43-Jährigen in Düsseldorf wertet die Staatsanwaltschaft die Tat als versuchten Mord. Der mutmaßliche Täter habe sein Opfer nach vorläufiger Bewertung heimtückisch angegriffen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Dienstag. Entsprechend habe sie Haftbefehl wegen versuchten Mordes beantragt. Mit Angaben zum Motiv und den Hintergründen der Tat hielten sich die Ermittler weiter bedeckt.

Ein 45-Jähriger war nach der Tat von SEK-Beamten in seiner Wohnung festgenommen worden. Der Angriff war in einem anderen Stadtteil auf offener Straße erfolgt. Anwohner hatten am Montag um 6:40 Uhr die Polizei verständigt, weil sie Hilfeschreie gehört hatten. Polizisten fanden auf der Straße dann den Schwerverletzten. Bevor ihn ein Rettungswagen in ein Krankenhaus brachte, konnte er den Ermittlern noch den Namen seines Angreifers nennen. Eine Mordkommission nahm die Ermittlungen auf.

Der verdächtige Marokkaner sollte noch am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Der 45-Jährige soll sein Opfer mit einem „spitzen, scharfen Gegenstand“ angegriffen haben. Die Verletzungen seien potenziell lebensgefährlich gewesen. Ohne rasche ärztliche Versorgung hätte das Opfer verbluten können. Der 43-Jährige habe aber auch Spuren „stumpfer Gewalt“ davongetragen. (os/dpa)

Bluttat in Düsseldorf: Spezialeinheit der Polizei nimmt Verdächtigen nur wenige Stunden nach Angriff fest

Erstmeldung vom 21. Dezember 2020:

Düsseldorf – Schneller Fahndungserfolg für die Polizei in Düsseldorf. Eine Spezialeinheit nahm einen Tatverdächtigen am Montagvormittag, 21. Dezember, in seiner Wohnung in Oberbilk fest. Er soll kurz zuvor versucht haben, einen 43-jährigen Mann in Wersten zu töten.

Düsseldorf: Opfer musste schwerverletzt ins Krankenhaus

Wie die Polizei mitteilt, muss sich die Tat in den frühen Morgenstunden ereignet haben. Mehrere Anwohner an der Nosthoffenstraße verständigten um 6:40 Uhr die Polizei, weil ein Mann um Hilfe geschrien hatte. Mehrere Streifenwagen trafen kurz darauf ein und fanden einen schwerverletzten Mann auf der Straße. Der 43-Jährige wurde sofort von einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Die Suche nach einem Tatverdächtigen ging sehr schnell. Demnach „ergaben sich noch am Tatort erste konkrete Hinweise auf einen flüchtigen 45-Jährigen mit marokkanischer Staatsangehörigkeit“, wie die Polizei Düsseldorf in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit der Staatsanwaltschaft bekannt gab.

Polizei Düsseldorf: Täter noch am gleichen Morgen festgenommen

Der Verdächtige konnte nur kurze Zeit später gestellt werden. Beamte einer Spezialeinheit nahmen den 45-Jährigen in seiner Wohnung an der Bogenstraße im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk fest.

Inzwischen hat eine Mordkommission gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf die Ermittlungen übernommen. Die Polizei bittet mögliche Zeugen, sich unter der Telefonnummer 0211-8700 bei den Ermittlern des Kriminalkommissariats 11 zu melden.

Vierte versuchte Tötung in Düsseldorf in nur wenigen Wochen

Es ist bereits die vierte schwere Bluttat in Düsseldorf in diesem Dezember. Am 3. Dezember wurde ein 52-jähriger Mann am Nordpark, nahe des Aquazoos schwer verletzt. Am 12. Dezember eskalierte ein Streit in Unterrath und endete blutig. Und erst letzte Woche gab es einen Messerangriff auf einen Obdachlosen in Unterbilk.

Während die Opfer in den ersten drei Fällen jeweils durch eine Stichwaffe schwer verletzt wurden, gab die Polizei zur Tatwaffe beim Vorfall in Wersten noch nichts bekannt. In allen Fällen ermittelt eine Mordkommission die Hintergründe der Taten. (bs)

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