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Kontrolle eskaliert: Jugendlicher schlägt Polizisten krankenhausreif

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Ein Polizist trägt Handschellen und Dienstwaffe an seiner Uniform.
Immer öfter sind Polizisten Opfer von tätlichen Angriffen, wie vergangene Woche in Düsseldorf. (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Ein 17-Jähriger hat in Düsseldorf einen Polizisten angegriffen und verletzt. Der Polizist musste im Krankenhaus behandelt werden.

Düsseldorf – Es sollte eine reguläre Personenkontrolle werden, als zwei Polizisten in Düsseldorf am vergangenen Freitag auf eine fünfköpfige Gruppe von Jugendlichen an der Kreuzung Rosmarinstraße/Flinger Broich aufmerksam wurden. „Aufgrund auffälligen Geruchs (Marihuana) entschied sich das Team, die Personen zu kontrollieren“, teilt die Polizei mit. Was folgte, war eine Auseinandersetzung, an dessen Ende einer der Beamten seinen Dienst frühzeitig beenden musste.

Fund der Düsseldorfer Polizei ließ Jugendlichen ausrasten

Nachdem sich nach Angaben der Polizei weitere Anzeichen eines illegalen Drogenbesitzes seitens der kontrollierten Gruppe ergeben hatten, begannen die Polizisten damit, die Verdächtigen zu durchsuchen.

Bei der Durchsuchung eines 17-Jährigen wurde ein 40-jähriger Polizeibeamter unter dem Pullover des Teenagers fündig. Als der Polizist einen verdächtigen Gegenstand erfühlt, „rastete der Jugendliche aus“ und schlug dem Ordnungshüter ins Gesicht, wie die Polizei Düsseldorf beschreibt. Die Folge für den Jugendlichen: Der 17-Jährige wurde fixiert und nach einem kurzen Aufenthalt auf der Wache seinen Erziehungsberechtigten übergeben. Dabei ist der Angriff auf einen Polizisten kein Einzelfall: Erst vergangene Woche hat ein 39-Jähriger einen Polizisten im Rahmen einer Verkehrskontrolle in Köln angegriffen und schwer verletzt.

Polizist musste im Krankenhaus behandelt werden

Das droht bei illegalem Besitz von Marihuana

Bei erwachsenden Straftätern sieht das Strafrecht eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren vor. Werden dabei Mengen unter einer Grenze von 10 Gramm in NRW gefunden, so kann dies als Eigenbedarf eingestuft werden und die Staatsanwaltschaft kann von einer strafrechtlichen Verfolgung absehen und das Verfahren wegen „geringfügiger Menge“ einstellen. Jugendliche und Heranwachsende müssen trotzdem mit erzieherischen Maßnahmen, wie Sozialstunden, Therapie- oder Beratungsauflagen rechnen. Hinzu kommt eine Meldung an die Führerscheinbehörde, welche dann wiederum Forderungen zur späteren Ausstellung der Fahrerlaubnis stellen kann.

Der Polizisten wurde so schwer verletzt, dass dieser danach seinen Dienst frühzeitig beenden und zur Behandlung in ein Krankenhaus musste. Vorerst blieb der Beamte dienstunfähig. Nachdem der Jugendliche abgeführt wurde, konnten die Polizisten eine geringe Menge Betäubungsmittel am Tatort konfiszieren. (mg) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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