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Kaufhof am Wehrhahn: Düsseldorfer haben klare Vorstellungen, wie‘s weitergehen soll

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Von: Benjamin Stroka

Der Kaufhof am Wehrhahn in Düsseldorf.
Am 17. Oktober schloss der Kaufhof am Wehrhahn in Düsseldorf seine Pforten. © imago images / Ralph Peters

Was passiert in Zukunft mit dem Kaufhof am Wehrhahn? Investor Signa baut dafür auch auf die Ideen der Bürger in Düsseldorf. Und die beteiligen sich mit vielen spannenden Vorschlägen.

Update vom 7. Januar, 11.10 Uhr: Wie wichtig den Bürgern in Düsseldorf die Zukunft des alten Kaufhofgeländes am Wehrhahn ist, zeigt die rege und kompetente Beteiligung am Online-Dialog des Investors Signa. Der hatte die Düsseldorfer im Dezember dazu aufgerufen, ihre Ideen für das Areal zu teilen. Rund 100 Vorschläge sind bislang zusammengekommen. Zudem kann unter jedem Vorschlag eifrig diskutiert und bewertet werden. Besonders wichtige Themen: Nachhaltigkeit und Kultur.

So wünscht sich ein User auf der Anlage keinen Neubau, sondern vielmehr eine Grünfläche. Ein anderer schlägt ein rein ökologisches Kaufhaus mit fairen Produkten und Transparenz bezüglich Herkunft, Eigenschaften und Besonderheiten vor. „Ein ganzes Kaufhaus würde sicher auch Besucher von weiter weg anziehen, von denen mittlerweile immer mehr gewillt sind ökologisch bewusster zu handeln und zu konsumieren. Regionales ist auch immer für Touristen interessant“, argumentiert der User.

Wunschliste der Düsseldorfer: Markthalle oder Museum für Nachhaltigkeit

Auch eine Markthalle nach internationalem Vorbild „mit kleinen, regionalen Anbietern inklusive Vor-Ort-Gastronomie“ gehört zu den neuesten Themenvorschlägen. Besonders beliebt ist die Idee, ein Museum für Nachhaltigkeit, Innovation und Wissenschaft, zu bauen. Das könne gleichzeitig ein neues Wahrzeichen für die Stadt, ein Anlaufpunkt für Touristen und ein kulturelles Zentrum für die Bürger in Düsseldorf sein, schreibt ein User.

Was letztendlich mit dem alten Kaufhofgelände am Wehrhahn passiert, steht erst im Sommer fest. Die Ideen der Düsseldorfer sind jedenfalls spannend, vielfältig und innovativ. Noch bis zum Abend des 8. Januars können auf der speziell dafür eingerichteten Website „Kaufhof der Ideen“ weitere Vorschläge eingereicht werden.

Düsseldorf: Bürger können ihre Vorschläge für die Zukunft des Kaufhofgeländes am Wehrhahn einreichen

Erstmeldung vom 11. Dezember, 11.30 Uhr: Düsseldorf – Als der Kaufhof am Wehrhahn am 17. Oktober den letzten Kunden abkassierte, war das ein schwerer Schlag für die Shoppingmeile an der Schadowstraße in Düsseldorf. Viele fragten sich seitdem, wie es mit dem alten Kaufhofgelände weitergehen wird.

Der Investor „Signa“ denkt über verschiedene Herangehensweisen nach. So steht laut Manager Marco Keller der Bau von Büros oder Wohnungen genau so zur Debatte wie neue Chancen für Einzelhandel und Gastronomie. „Ziel ist es, den Ort so zu gestalten, dass ein neuer Anziehungspunkt entsteht, der impulsgebend auf das gesamte Viertel wirkt“, teilt Signa auf der Website des Projekts mit.

Dafür bittet der Investor die Düsseldorfer um Ideen. Mit dem Bürgerdialog „Kaufhof der Ideen“ werden aktuell Vorschläge gesammelt. Noch bis zum 18. Dezember sind alle dazu eingeladen, ihren Vorschlag mit den Planern zu teilen.

Düsseldorf: Wird Kaufhof am Wehrhahn zum Atelier oder Foodmarket?

Und die Düsseldorfer beteiligen sich rege an dem Projekt. Zu den beliebtesten Vorschlägen zählen momentan ein Foodmarket, der an kleinen Ständen Essensspezialitäten aus aller Welt anbieten könnte oder Ateliers beziehungsweise Proberäume für Künstler und Musiker aus der NRW-Landeshauptstadt.

Bereits am Mittwoch kam es beim Live-Auftakt zum Kaufhof der Ideen auf YouTube im Livestream zu lebhaften Diskussionen zwischen Planern, Investoren, Architekten und Beratern. Jacob Sand vom ausführenden dänischen Architekturbüro „Bjarke Ingels Group“ versprach, dass jedes Projekt für seine Firma eine Besonderheit sei und man mit dem Projekt der Stadt Düsseldorf etwas zurückgeben wolle. „Das Projekt muss aus diesem Ort der Stadt einen besseren Ort machen, eine würdige Ergänzung der Stadt“, forderte Berater William Murray ergänzend. Im nächsten Sommer soll die Planungsphase beendet sein. Übrigens: Dem gegenüberliegenden Karstadt-Haus versprach Signa-Manager Keller eine langfristige Zukunft. (bs)

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