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Düsseldorf: Silvesterfahrt endet im Kö-Graben – Fahrer verwechselte Bremse und Gaspedal

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Von: Benjamin Stroka

Einsatzkräfte ziehen an der Königsallee in Düsseldorf ein Auto aus dem Kö-Graben.
Die Einsatzkräfte ziehen das Auto aus dem Kö-Graben. © David Young/dpa

Großeinsatz für die Feuerwehr an Silvester: In Düsseldorf rauschte ein BMW auf der Königsallee durch das Geländer und in den Stadtgraben. Der Fahrer blieb unverletzt.

Düsseldorf – Der Stadtgraben an der Königsallee in Düsseldorf gibt der beliebten Einkaufsmeile einen unverwechselbaren Charme. Allerdings zieht der sogenannte „Kö-Graben“ nicht nur Touristen und Spaziergänger, sondern in unregelmäßigen Abständen auch immer wieder Autos an, die zumeist nach Fahrfehlern im Wasser landen. So auch am vergangenen Silvestertag (31. Dezember).

Feuerwehr Düsseldorf: Mann rettete sich über das Schiebedach aus seinem BMW im Kö-Graben

Die Feuerwehr Düsseldorf hatte Silvester am späten Nachmittag einen Großeinsatz. Ein BMW-Fahrer aus Neuss durchbrach das Geländer an der Königsallee und fuhr mit seinem PKW in den dortigen Kö-Graben. „Zunächst gingen die Einsatzkräfte davon aus, dass sich neben dem Fahrer noch weitere Personen im Fahrzeug befinden. Dieser war jedoch alleine und konnte sich unverletzt über das Schiebedach seines Autos vor dem eindringenden Wasser retten.“

Die Einsatzkräfte rückten mit drei Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge, dem Gerätewagen-Wasserrettung, einem Rüstwagen, einer Drehleiter sowie zwei Rettungswagen und einem Notarztwagen aus, um den Mann zu retten und den BMW aus dem Wasser zu bergen.

Unfall auf Königsallee in Düsseldorf: BMW-Fahrer verwechselte Bremse und Gaspedal

Die Strömungsretter der Feuerwehr konnten den Mann mithilfe eines zu Wasser gelassenen Schlauchboots ans Ufer und somit in Sicherheit bringen. Ein Kran hob danach den BMW aus dem Kö-Graben und verfrachtete ihn ans Ufer. Der gesamte Einsatz dauerte rund zwei Stunden.

Mittlerweile ist auch bekannt, was zum Unfall führte. Wie die „Rheinische Post“ berichtet, habe der Mann beim Einparken Brems- und Gaspedal verwechselt, sei danach auf den Bordstein und durch das Geländer geschossen und so im Graben gelandet. Auch was die bevorstehende Strafe angeht, wird der Mann wohl relativ glimpflich davonkommen. Ihm droht ein Verwarngeld von maximal 55 Euro. Außerdem muss er wahrscheinlich für den Schaden am Geländer aufkommen.

Immer wieder kommt es zu ähnlichen Unfällen auf der Königsallee. Bereits im Januar 2020 fuhr eine 79-jährige Frau in den Kö-Graben. Auch sie hatte damals Bremse und Gaspedal verwechselt. (bs)

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