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Düsseldorf: Messerstecher aus der U73 geschnappt – aber er bleibt erstmal auf freiem Fuß

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Tatverdächtiger Messerstecher in Düsseldorf, Überwachungsbilder von vorne und der Seite mit Tüte (Montage).
Mit einer Aldi-Tüte im Gepäck machte sich der mutmaßliche Messerstecher aus der U73 aus dem Staub. Jetzt wurde er geschnappt (IDZRW-Montage). © Polizei Düsseldorf (2)

Ein Mann ist in der U73 in Düsseldorf mit einem Messer auf zwei Jugendliche losgegangen. Die Polizei hat ihn jetzt geschnappt und neue Details genannt.

Update vom 12. Juli, 12:36 Uhr: Die Polizei in Düsseldorf hat den Messerstecher aus der U73 geschnappt. Zuvor hatten die Ermittler öffentlich mit Fotos nach dem Mann gefahndet. Er soll am 2. Juli einen Jugendlichen mit einem Messer schwer verletzt und einen anderen rassistisch beleidigt haben.

Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen 45 Jahre alten Mann aus Düsseldorf-Wersten. Er wurde am Dienstagmorgen (12. Juli) in seiner Wohnung angetroffen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. „Die Wohnungsdurchsuchung führte zur Auffindung von weiteren Beweismitteln“, heißt es weiter. Der Mann bleibt trotzdem auf freiem Fuß, „wegen fehlender Haftgründe“, erklären die Ermittler. Gegen den Mann wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Düsseldorf: Wer kennt den Messerstecher mit der Aldi-Tüte?

Erstmeldung vom 6. Juli, 11:25 Uhr: Düsseldorf – Messer-Angriff in der U73 in Düsseldorf: Am Samstag, 2. Juli, sollen ein unbekannter Mann und zwei Jugendliche (17, 18 Jahre alt) in der Wehrhahnlinie (Rheinbahn) aneinander geraten sein. Der Unbekannte steht im Verdacht, einen der beiden Jugendlichen (17-Jährigen) rassistisch beleidigt und den anderen (18-Jährigen) während eines Handgemenges mit einem Messer schwer verletzt zu haben. Lebensgefahr bestand nicht, dennoch hatte die Düsseldorfer Polizei eine Mordkommission eingerichtet und mit Hochdruck nach dem Täter gefahndet. Nun sollen Bilder aus der Überwachungskamera bei der Suche helfen.

Messerstecher aus der U73 in Düsseldorf auf der Flucht – Vorfall, Beschreibung, Merkmale

Doch wie kam es zu dem Vorfall? Nach derzeitigem Stand der Kripo-Ermittlungen saßen der Jugendliche und der 18-Jährige nebeneinander in der U-Bahnlinie 73 (zwischen Kirchplatz und Bahnhof Bilk), als sich ein Mann offensichtlich durch die laute Handynutzung der beiden gestört fühlte. Im Zuge des folgenden, verbalen Streits soll der Unbekannte den 17-Jährigen (dunkle Hautfarbe) rassistisch beleidigt und ihm einen Kopfstoß versetzt haben. Sein Freund erlitt schwere Verletzungen durch den Stich eines Messers, das der Unbekannte bei dem Handgemenge eingesetzt haben soll. Die Teenager flohen an der nächsten Haltestelle Bahnhof Bilk aus der Bahn.

Messer-Attacke in der U-Bahn: Täter floh mit Aldi-Tüte – Polizei sucht Zeugen und Hinweise

Der Gesuchte, der übrigens wohl an der Schadowstraße in die Bahn eingestiegen war, ließ sich von dem Vorfall augenscheinlich wenig beeindrucken, setzte sich zunächst wieder hin und soll die Bahn, laut Zeugenaussagen, mit einer Aldi-Tüte in der Hand an der Haltestelle Uni-Kliniken verlassen haben. Die Beamtinnen und Beamten der Mordkommission und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermitteln wegen gefährlicher Körperverletzung und suchen nach Zeugen. Auch der Staatsschutz wurde informiert. Hinweise nimmt die Mordkommission unter 0211-8700 entgegen. Kürzlich war es auch in Wesseling zu einer Messer-Attacke gekommen. (ots/mo) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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