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Düsseldorf: Immer mehr Müll in der Natur – jetzt greift Stadt durch

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Von: Oliver Schmitz

Müll liegt neben einem vollen Mülleimer in einem Park
Viele Menschen lassen ihren Müll in Parks und der Natur einfach liegen. Dagegen möchte die Stadt Düsseldorf nun vorgehen. (Symbolbild) © Martin Gerten/dpa

Müll und laute Musik: In Düsseldorf leidet die Natur unter großen Menschenansammlungen. Dagegen geht die Stadt nun streng vor.

Düsseldorf – Zuletzt haben die Sonne und vor allem hohen Temperaturen in Nordrhein-Westfalen wieder vermehrt Menschen im ganzen Land in die Natur gezogen – so auch in Düsseldorf. Doch so schön ein Ausflug in die umliegenden Schutzgebiete auch sein, ist das Verhalten vieler Menschen alles andere als angemessen. Die Folge: Menschenansammlungen, Müll und laute Musik belasten Natur und Tiere. Dem ist sich auch die Stadt Düsseldorf sehr gut bewusst und geht deshalb nun wieder vermehrt gegen das teils rücksichtslose Verhalten vor.

Düssseldorf greift gegen Müll und Lärm in der Natur durch

Dank der sinkenden Corona-Zahlen hat es zuletzt auch in Düsseldorf diverse Lockerungen gegeben. Dadurch wurde auch das Treffen größerer Menschengruppen möglich. Im Zuge des Sommerbeginns haben viele davon auch schon mächtig gebraucht gemacht und vor allem in Naturschutzgebieten teilweise für Ärger gesorgt.

Deshalb hat die Stadt den Kontrollschwerpunkt des Ordnungsdienstes (OSD) vom Stadtzentrum in die Parkanlagen und Schutzgebiete verschoben. Unter anderem soll am Elbsee und am Himmelgeister Rheinbogen nun vermehrt das korrekte Verhalten der Menschen überprüft werden. Die Kontrollen finden in den Außengebieten vor allem unter der Woche und tagsüber am Wochenende statt. Nachts am Wochenende hat der OSD weiterhin den Fokus auf die Altstadt und das Rheinufer.

Alleine in der vergangenen Woche hat der Ordnungsdienst mehrere hundert Menschen von den nahegelegenen Naturschutzgebieten verwiesen. Auch in anderen Großstädten hatte es zuletzt immer wieder negative Vorfälle ähnlicher Art gegeben. So wurden unter anderem nach Partys am Aachener Weiher in Köln jede Menge Müll zurückgelassen.

Düsseldorf warnt: Baden im Rhein und Baggerseen kann gefährlich sein

Ein weiterer Grund für die vielen Verweise sind laut der Stadt Düsseldorf auch das verbotene Schwimmen in Baggerseen und im Rhein. Dieses birgt akute Gefahren unter anderem, deshalb da es dort keine entsprechende Aufsicht gibt. Aufgrund der starken Strömung ist das Baden im Rhein darüber hinaus generell lebensgfeährlich.

Düsseldorf: Hier ist baden und schwimmen verboten

Neben der Stadt warnen auch Vertreter von Feuerwehr, Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG), Wasserwacht und Wasserschutzpolizei vor der Gefahr: „Auch geübte Schwimmer können bei Unterströmungen in Not geraten“. Deshalb wird empfohlen, dass Eltern ihre Kinder an den Gewässern generell immer im Auge behalten sollen.

In letzter Zeit war es an vielen Orten in NRW zu Badeunfällen gekommen. So musste am Wochenende ein Mann am Fühlinger See in Köln reanimiert werden. Für einen 38-Jährigen kam derweil jede Hilfe zu spät: Er konnte nur noch leblos aus dem Rotter See bei Troisdorf geborgen werden. (os)

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