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Profi-Boxer aus Düsseldorf muss in den Knast – man kennt ihn aus dieser bekannten TV-Serie

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Von: Nina Büchs

Außenansicht der Justizvollzugsanstalt Willich, in der derzeit Schwesta Ewa, die Freundin des Profi-Boxers sitzt (Symbolbild).
Der Düsseldorfer Profi-Boxer aus dem Clan-Milieu muss viereinhalb Jahre ins Gefängnis. © Federico Gambarini/dpa

Hambudi Al-Zein, Profi-Boxer und Mitglied des berüchtigten „Al-Zein-Clans“ muss viereinhalb Jahre ins Gefängnis. Diese Straftaten werden dem 29-Jährigen zu Last gelegt.

 Düsseldorf – Heute endet die Freiheit des Profiboxers Hamudi Al-Zein. Zumindest für viereinhalb Jahre. So lange muss er nun ins Gefängnis, urteilte nun das Düsseldorfer Landgericht. Über den 29-Jährigen ist so einiges bekannt. Er soll zum Beispiel zeitweise auch mit der Rapperin Schwesta Ewa zusammengelebt haben, die derzeit unter anderem wegen mehrfacher Körperverletzung und Steuerhinterziehung eine zweieinhalbjährige Haftstrafe in der JVA Willich absitzt.

Düsseldorf: Wegen dieser Straftaten muss der Profi-Boxer ins Gefängnis

Der Profi-Boxer aus dem Clan-Millieu musste sich unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, illegalem Besitz von Dopingmitteln und mehrerer Fälle von gefährlicher Körperverletzung verantworten. Laut dem Urteil soll der Mann unter anderem im August 2019 vor dem Eingang eines Restaurants im Düsseldorfer Hafen gemeinsam mit weiteren Clanmitgliedern den Türsteher attackiert und schwer verletzt haben. Mehrere andere Vorwürfe wie eine Erpressung waren im Laufe des Verfahrens fallen gelassen worden, weil sie für die mögliche Strafhöhe keine Rolle gespielt hätten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Verteidiger hat bereits angekündigt, in die Revision zu gehen.

Düsseldorfer Clan-Mitglied – man kennt den Beschuldigten auch aus dieser TV-Serie

Der Düsseldorfer spielte auch in einer TV-Serie namens „4 Blocks“ über Clans mit und lebte zeitweise mit der Rapperin „Schwesta Ewa“ zusammen. Wie der WDR berichtete, soll der Beschuldigte kurz vor Weihnachten 2019 am Flughafen Frankfurt verhaftet worden sein. Der Profi-Boxer, der auch Mitglied des arabischen Clans „Al-Zein“ sein soll, hat sich laut WDR in Interviews von den Manchenschaften seines Clans distanziert.

Der arabische Al-Zein Clan: Das ist über die Großfamilie bekannt

Die arabische Großfamilie Al-Zein ist in der Vergangenheit schon mehrfach polizeilich aufgefallen und verursachte mehrere Großeinsätze. Wie Focus Online berichtete, sorgt der Clan seit den späten 90er Jahren vor allem in Berlin, Essen und Duisburg für Polizeieinsätze. Der Al-Zein Clan soll mit mehr als 10.000 Mitgliedern die am weiteste verzweigte kurdisch-arabische Großfamilie mit Ablegern in Europa und Deutschland sein. Ihr Anführer ist Mahmoud Al-Zein, den man auch als „der Pate von Berlin“ kennt und der erst in diesem Jahr eine Autobiografie über sich veröffentlicht hat. Die Clan-Mitglieder wurden unter anderem wegen illegaler Drogengeschäfte, Waffen, Zuhälterei, Geldwäsche, Körperverletzung, Diebstahl und Betrug straffällig. Zudem kommt ein Auftragsmord an einer weiblichen Angehörigen auf die Liste der Clan-Delikte, die das selbsternannte „Familiengericht“ laut Angaben von Focus Online zum Tode verurteilt hatte. (nb mit dpa)

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