1. 24RHEIN
  2. Düsseldorf

Düsseldorf: OB Keller greift durch – Wildpinkeln kostet fast 180 Euro

Erstellt: Aktualisiert:

Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister von Düsseldorf.
Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller will die Stadt sauberer und sicherer machen (Archivbild). © Michael Gstettenbauer / Imago

OB Stephan Keller möchte mehr Sauberkeit und Sicherheit in Düsseldorf, vor allem in der Altstadt und am Rheinufer. Dafür fährt er nun eine „Null-Toleranz-Strategie“.

Düsseldorf – Die Altstadt sowie das angrenzende Rheinufer in Düsseldorf sollen sicherer und sauberer werden. Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) kündigte am Donnerstag eine „Null-Toleranz-Strategie“ an. Zustände wie am vergangenen Wochenende mit 78 Polizeieinsätzen in einer Nacht werde man nicht mehr hinnehmen. Außerdem werde man die Zahl der E-Scooter halbieren.

Düsseldorf: Müll und Lärm am Rheinufer – OB Keller will durchgreifen

Wir müssen dem Eindruck entgegentreten, dass hier ein öffentlicher Raum verlottert.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller

Am Rheinufer wurden in den vergangenen Tagen Lichtmasten aufgestellt, um Bereiche bei Bedarf heller zu erleuchten und so unliebsame Gruppen zu vergraulen. Man wolle es „ungemütlicher machen für diejenigen, die sich nicht an die Regeln halten“, sagte Keller. Die bestehende Beleuchtung an der Rheinpromenade soll durch hellere ersetzt werden.

Anwohner hatten sich über Müll, nächtliches Gegröle und Urinieren in Hauseingängen beklagt. Das Problem werde auch mit mobilen WC-Anlagen, Müllsaugern, 200 größeren Mülleimern und häufigerer Leerung angegangen, so Keller. „Wir müssen dem Eindruck entgegentreten, dass hier ein öffentlicher Raum verlottert“, sagte er.

Düsseldorf: Wildpinkeln wird bald richtig teuer

Wildpinkler würden künftig mit bis zu 178,50 Euro statt 35 Euro zur Kasse gebeten. Die Stadt werde mit mehr Ordnungskräften mehr Präsenz zeigen. Die stationären öffentlichen WC-Anlagen müsse man nach Vandalismus und Sabotage bewachen.

Keller kündigte außerdem an, die Zahl der 12.500 E-Scooter in der Landeshauptstadt zu halbieren. „Ich ärgere mich wirklich sehr, dass man uns dieses Problem aufgehalst hat“, sagte der Oberbürgermeister in Richtung der Bundesregierung. „Diese Scooter haben keinen verkehrspolitischen Nutzen, sind umweltpolitisch fragwürdig und ein Problem im öffentlichen Raum.“

Die Sondernutzungsgebühr werde pro elektrisch betriebenen Tretroller von 20 auf 50 Euro im Jahr erhöht. Falsch abgestellte Scooter werde die Stadt einsammeln und den Betreibern dafür 100 Euro pro Gerät in Rechnung stellen. „Wir bräuchten eigentlich noch stärkere Instrumente – aber wir tun jetzt alles, was wir können, um dem Problem Herr zu werden.“ In Düsseldorf wird derzeit auch eine Bergung von E-Scootern vorbereitet, die im Rhein gelandet sind.

Düsseldorf: Die geplanten Maßnahmen der Stadt im Überblick

(bs mit dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant