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Pfefferspray an Gymnasium in Düsseldorf: Schüler vor Gericht freigesprochen

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Blick auf das Landgericht und Amtsgericht in Düsseldorf.
Der Freispruch erfolgte vor dem Amtsgericht in Düsseldorf. (Symbolbild) © Rolf Vennenbernd/dpa

Im Prozess nach einem Schulstreich mit Pfefferspray in einem Gymnasium in Düsseldorf wurde der angeklagte Schüler freigesprochen. Beim Vorfall kamen 35 Schüler zu Schaden.

Düsseldorf – Nach einem folgenschweren Reizgas-Streich an einem Gymnasium in Düsseldorf ist ein Schüler freigesprochen worden. Dem inzwischen 16-Jährigen, der bestritten hatte, das Pfefferspray im Treppenhaus versprüht zu haben, habe die Tat nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden können, befand das Amtsgericht am Mittwoch in Düsseldorf.

Düsseldorf: Reizgas-Alarm in Gymnasium – 35 Schüler betroffen

Die Attacke im Januar 2020 hatte bei 35 Schülern und mehreren Lehrern zum Teil erhebliche Beschwerden verursacht. Ein Schüler wurde mit akuter Atemnot in die Uni-Klinik gebracht. Er war fünf Tage lang krankgeschrieben. Eine Lehrerin war drei Tage lang arbeitsunfähig. Der 16-jährige Schüler war wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Doch auch eine Reihe von Zeugen konnten nach Ansicht der Richterin das Geschehen nicht zweifelsfrei aufklären. Die Verhandlung war aus Gründen des Jugendschutzes nicht öffentlich.

Schon Anfang Mai sorgte eine Gerichtsentscheidung aus Düsseldorf für Schlagzeilen. Damals wurde entschieden, dass die Wölfin „Gloria“, entgegen der Forderung von Weidetierhaltern und Bauern, nicht erschossen werden darf. (dpa/lnw)

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