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Düsseldorf: Leiche von 58-Jähriger in Koffer versteckt – verdächtiger Sohn will sprechen

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Die 58-jährige vermisste Elisabeth B. aus Düsseldorf-Gerresheim
Elisabeth B. aus Düsseldorf wurde wohl Opfer eines Gewaltverbrechens. © Polizei Düsseldorf

Zum Fall der 58-jährigen Düsseldorferin, deren Leiche wochenlang gesucht und schließlich im Keller ihres Wohnhauses gefunden wurde, will sich der tatverdächtige Sohn nun äußern.

Update vom 30. November 2021, 17:46 Uhr: Im Prozess um die Tötung einer wochenlang vermissten Düsseldorferin will ihr Sohn sein monatelanges Schweigen brechen. Der 40-Jährige werde sich am kommenden Montag (6. Dezember) zu der Sache einlassen, kündigte seine Verteidigerin am Dienstag beim Prozessauftakt am Düsseldorfer Landgericht an. Er ist wegen Totschlags angeklagt. Wie eine Rechtsmedizinerin am Dienstag aussagte, habe der Täter der Frau von hinten die Kehle durchtrennt.

Der Fall sorgte für Aufsehen, weil die Polizei die im Keller deponierte Leiche der Frau übersehen hatte. Dort soll ihr Sohn sie in einem Koffer versteckt und über diesen eine große Mülltüte gezogen haben. Trotz einer großangelegten Suchaktion war der Koffer im Kellerverschlag nicht näher untersucht worden.

Erstmeldung vom 10. November 2021, 15:00 Uhr: Düsseldorf – Die Leiche einer 58-Jährigen, die von der Düsseldorfer Polizei wochenlang gesucht wurde, war in einem Koffer in ihrem Kellerverschlag versteckt. Über den Koffer sei zusätzlich eine Mülltüte gezogen gewesen. Das geht aus der Anklage der Staatsanwaltschaft gegen den Sohn der Frau hervor. Der 40-Jährige muss sich Ende des Monats wegen Totschlags vor dem Landgericht verantworten, wie das Gericht am Mittwoch mitgeteilt hat.

Düsseldorf: Frau von eigenem Sohn ermordet – Leiche in Reisekoffer versteckt

Der Sohn soll seiner Mutter den Hals durchgeschnitten haben, bevor er ihre Leiche entkleidete und in dem schwarzen Reisekoffer versteckte. Kurz vor der Tat soll seine Mutter ihrem Sohn gesagt haben, dass sie Angst habe, dass er sie umbringe. Die Polizei hatte Blutspuren in der Wohnung der 58-Jährigen und an der Kleidung ihres Sohnes entdeckt, der dort gemeinsam mit seiner Mutter lebte.

Eine großangelegte Suchaktion nach der Frau auch mit Spürhunden blieb erfolglos. Erst als eine Hausnachbarin Verwesungsgeruch im Keller wahrnahm, wurde ihre Leiche entdeckt. Die Polizei hatte danach „handwerkliche Fehler“ eingeräumt. Der Keller des Wohnhauses in Düsseldorf sei nicht gründlich genug durchsucht worden. Ein Mantrailer-Spürhund soll die Beamten sofort ins Freie geführt haben.

Nach Mord an 58-jähriger Düsseldorferin – Prozess für Sohn beginnt am 30. November

Der Angeklagte hatte zu den Vorwürfen geschwiegen, seine Verteidigerin hatte ebenfalls keine Stellungnahme abgeben wollen. Der Prozess beginnt am 30. November. Das Gericht hat fünf Verhandlungstage eingeplant. (dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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