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Düsseldorf: Polizei setzt erstmals in NRW einen Taser ein und verhindert einen Selbstmordversuch

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Ein Polizeibeamter demonstriert einen Schuss mit einem Distanzelektroimpulsgerät.
In Düsseldorf setzte die Polizei erstmals einen der neuen Taser ein (Symbolbild). © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Polizei in Düsseldorf setzte am Samstagabend erstmals einen Taser ein. Mit der Elektroschockwaffe verhinderten die Beamten einen Suizidversuch.

Düsseldorf – Die Polizei in NRW setzte am Wochenende erstmals eine der neuen Elektroschockwaffen ein. In Düsseldorf verhinderten die Beamten mit dem Taser einen Suizidversuch. Zuvor wurde der Taser-Einsatz in NRW nur angedroht.

Polizei Düsseldorf: Junger Mann nach Taser-Einsatz kurzzeitig handlungsunfähig

Laut Polizeiangaben habe am Samstagabend (23. Januar) ein junger Mann in der Nähe des amerikanischen Generalkonsulats in Düsseldorf damit gedroht, sich das Leben zu nehmen. Um den Suizid zu verhindern, setzten die eingetroffenen Beamten erstmals seit Beginn der Testphase einen der neuen Taser ein, wie eine Polizeisprecherin am Sonntag mitteilte.

Der junge Mann sei durch die Elektroden kurzzeitig handlungsunfähig gewesen, soll sich laut Angaben der Polizei aber nicht verletzt haben. Er wurde daraufhin in eine psychiatrische Klinik gebracht.

Nach Taser-Einsatz in Düsseldorf: Testphase läuft noch bis zum Frühjahr 2020

„Am liebsten wäre mir gewesen, unsere Polizistinnen und Polizisten hätten den Taser nie einsetzen müssen. Doch schon zu Beginn der Testphase zeigt sich, dass es Situationen gibt, in denen sich die Stärken dieses zusätzlichen Einsatzmittels zeigen“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Sonntag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Seit Mitte Januar läuft bei der Polizei in NRW eine Testphase mit 70 der neuen Distanzelektroimpulsgeräte. Eingesetzt werden die Taser bislang in Düsseldorf, Gelsenkirchen, Dortmund und im Rhein-Erft-Kreis. Der Test soll bis zum Frühjahr 2022 laufen und dann ausgewertet werden. (bs/dpa)

Hinweis der Redaktion: Generell berichten wir nicht über den Verdacht auf Selbstmord-Absichten, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

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