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Schockanrufe in Düsseldorf – doch „Opfer“ entlarvt Betrug sofort

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Ältere Frau telefoniert
In Düsseldorf ist es am Dienstag (7. November) erneut zu einem Schockanruf gekommen (Symbolbild). © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

In Düsseldorf haben Betrüger erneut versucht, mit sogenannten Schockanrufen Opfer zur Ausgabe von Geld zu zwingen – doch auch diesmal fiel die Masche auf.

Düsseldorf – Sogenannte Schockanrufe, vornehmlich bei älteren Bürgerinnen und Bürgern, häufen sich in letzter Zeit – auch in Düsseldorf, wo Zivilfahnder zuletzt einen Tatverdächtigen bei einer geplanten Übernahme in Unterbilk festnehmen konnten. Möglich wurde dies, weil das auserkorene „Opfer“ die Masche sofort durchschaute und gemeinsam mit der Polizei eine regelrechte Falle stellte, um den Täter in die Finger zu bekommen. Am Dienstag (7. Dezember) ist es erneut zu einem solchen Vorfall gekommen – mit ähnlichem Ausgang wie in Unterbilk.

Schockanrufe in Düsseldorf: Bürgerin entlarvt 36-jährigen Telefonbetrüger

Denn wie die Polizei Düsseldorf erklärt, waren die Zivilfahnder der Polizeiinspektion Nord Dank der Hinweise eines potenziellen Opfers am vergangenen Dienstag erneut zur Stelle und nahmen einen 36-jährigen Abholer bei einem versuchten Betrug in Angermund fest. Außerdem fanden die Beamten bei dem Polen Rauschgiftutensilien. Der Tatverdächtige soll im Laufe des Mittwochs (8. Dezember) dem Haftrichter vorgeführt werden.

Demnach meldete sich am Dienstag direkt eine Staatsanwältin bei einer Frau aus Angermund am Telefon und gab an, dass die Tochter einen tödlichen Unfall verursacht habe. Wieder forderte die Staatsanwältin auch diesmal eine hohe Kaution. Die Angerufene erkannte den Betrug und ließ sich zum Schein am Telefon auf die Sache ein. Die echte Polizei wurde verständigt. Der angekündigte Abholer wurde am Telefon im gestrigen Fall als Sachverständiger für die Wertsachen angekündigt.

Abholer nach Schockanruf in Angermund festgenommen – Drogen und Telefone sichergestellt

Auch diese „Geschädigte“ begab sich zum Schein zu ihrer Bank. Die Beamten agierten taktisch geschickt und so schnappte die Falle wieder zu. Der Abholer konnte vor der geplanten Geldübergabe in Angermund festgenommen werden. Bei seiner Durchsuchung fanden die Ermittler außerdem zwei Mobiltelefone, Drogenutensilien (Spritze, Glasröhrchen und Feuerzeug) sowie augenscheinlich Drogen und Streckmittel. Dazu und zu den Hintermännern dauern die Ermittlungen an. (ots/mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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