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Düsseldorf: Polizist vor Gericht – er soll geheime Polizeikennzeichen weitergegeben haben

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Ein Mann geht am Landgericht und Amtsgericht Düsseldorf vorbei.
Am Freitag muss sich ein Polizist vor dem Amtsgericht in Düsseldorf verantworten (Symbolbild). © Marius Becker/dpa

Ein Polizeibeamter aus Wuppertal muss sich am Freitag vor Gericht in Düsseldorf verantworten. Ihm wird der Verrat von Dienstgeheimnissen vorgeworfen.

Düsseldorf – Ein Polizist steht an diesem Freitag (12. März, 15:00 Uhr) in Düsseldorf wegen Verdachts auf Verrat von Dienstgeheimnissen vor dem Amtsgericht. Der 40 Jahre alte Mann aus Wuppertal soll von seinem Polizeicomputer in Düsseldorf aus in drei Fällen für einen Bekannten unberechtigt Fahrzeughalter abgefragt und ihm die Daten dann per WhatsApp übermittelt haben.

Polizist vor Gericht: Er soll Kennzeichen des Mobilen Einsatz-Kommandos verraten haben

Darunter sollen auch die Kennzeichen von Observationsfahrzeugen des Mobilen Einsatz-Kommandos (MEK) gewesen sein. Diese Halterabfragen misslangen laut Anklage aber wegen eines Zahlendrehers bei der telefonischen Übermittlung der Kennzeichen. Der Polizist hatte Einspruch gegen einen Strafbefehl in Höhe von 12.000 Euro eingelegt.

In den letzten Monaten mussten sich mehrfach Polizeibeamte vor dem Amtsgericht in Düsseldorf verantworten. Im Januar wurden zwei Polizisten wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt, die einen Mann in der Düsseldorfer Altstadt schwer verletzt hatten. Auch im November stand ein Beamter wegen Körperverletzung vor Gericht. (bs/dpa/lnw)

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