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Polizist hat Razzia aus Sorge um Hunde verraten – Verfahren trotz Geständnisses eingestellt

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Polizisten bei einer Razzia.
Der Polizist soll den Nachbarn Bescheid gegeben haben. (Symbolbild) © Reichwein/Imago

Ein Polizist hat aus Sorge um die Hunde eine Razzia an Nachbarn eines Verdächtigen verraten haben. Das Gerichtsverfahren wurde trotz Geständnis eingestellt.

Düsseldorf – Trotz eines Geständnisses ist das Verfahren gegen einen Polizisten wegen Verrats von Dienstgeheimnissen in Düsseldorf vorläufig eingestellt worden. Der Beamte muss allerdings als Geldauflage 3500 Euro an einen Verein gegen Kinderarmut zahlen, bestimmte ein Richter des Amtsgerichts am Montag (6. Dezember).

Der Polizist einer Spezialeinheit hatte aus Sorge um die Hunde eines Verdächtigen dessen Nachbarn vor einer Razzia informiert, mit der Bitte, sich um die Tiere zu kümmern. Mit den Anrufen habe der Beamte aus Sorge um die beiden Hunde zwar fahrlässig Einsatzgeheimnisse verraten, aber den Ermittlungserfolg letztlich nicht gefährdet, meinte der Richter.

Prozess Düsseldorf: Polizist verrät Razzia – er kannte die Nachbarn

Zum Zeitpunkt des Anrufs waren der Verdächtige und zwei mutmaßliche Komplizen bereits festgenommen worden. Bei der späteren Hausdurchsuchung war – trotz des Anrufs – belastendes Beweismaterial gefunden worden.

Der 49-jährige Polizist hatte die Vorwürfe eingeräumt. Er habe die Nachbarin, mit der er befreundet sei, und deren Freund angerufen und beide gebeten, sich um die zwei Hunde des Nachbarn zu kümmern. „Es war an dem Augustnachmittag sehr heiß – 36 Grad“, sagte der Beamte. Der Beamte eines Mobilen Einsatzkommandos muss sich nun noch einem Disziplinarverfahren stellen. (os mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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