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Spektakulärer Raub in Düsseldorf: Jetzt soll die Millionen-Beute nach Deutschland zurückgeschickt werden

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Von: Benjamin Stroka

Das eingeschlagene Schaufenster auf der Königsallee.
Nach dem Überfall auf der Königsallee tauchte die Beute in Serbien auf. © Rolf Vennenbernd/dpa

Serbische Behörden haben die Luxusuhren, die Räuber bei ihrem Coup in Düsseldorf erbeutet haben, sichergestellt. Sie sollen nun nach Deutschland zurückgeschickt werden.

Update vom 14. Januar, 18.45 Uhr: Bei einem spektakulären Raubüberfall an der Düsseldorfer Königsallee wurden Waren im Wert von 3,3 Millionen Euro erbeutet und später von Behörden in Serbien sichergestellt. Diese sollen nun die sichergestellte Beute nach Deutschland zurückschicken. Laut einer Sprecherin der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wurde nun ein internationales Rechtshilfeersuchen gestellt.

Kö-Coup: Darum werden die Verdächtigen nicht nach Düsseldorf ausgeliefert

In Serbien wurden außerdem vier Tatverdächtige festgenommen, die zu den „Pink Panthers“ gehören sollen. Wer von den vier Männern in Düsseldorf dabei war, oder als Hehler agierte, ist jedoch noch nicht ganz klar. Daher – und da es kein Auslieferungsabkommen mit Serbien gebe – habe die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben noch keine Haftbefehle gegen die Männer erwirkt. Die Uhren wolle man jedoch zurückhaben: Einmal als Beweismittel und zum anderen, um sie letztlich dem rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben. (nb mit dpa)

Raub auf Königsallee in Düsseldorf: Beute höher als zuvor geschätzt

Update vom 5. Januar, 10.15 Uhr: Nach neuen Angaben der Staatsanwaltschaft sollen die inzwischen festgenommenen Täter bei ihrem Düsseldorfer Kö-Coup im Dezember 3,3 Millionen Euro erbeutet haben. Zuvor wurde die Summe der gestohlenen Waren auf eine Million Euro geschätzt.

Vier Männer festgenommen – gehören sie zur berüchtigten „Pink Panther Bande“?

Update vom 23. Dezember, 14:55 Uhr: Es gibt neue Details zu den vier festgenommenen Verdächtigen. Wie serbische Medien berichten, handelt es sich um vier Männer im Alter von 47 bis 52 Jahren, die in Belgrad festgenommen wurden.

Es bestehe der Verdacht, dass es sich bei den Männern um Mitglieder der berüchtigten international agierenden Verbrecherbande „Pink Panthers“ handeln solle. Die Bande hält die Polizei auf der ganzen Welt seit 2003 mit spektakulären Überfällen auf Trab und soll ursprünglich aus dem heutigen Nordmazedonien stammen.

Die Verbrecherbande „Pink Panthers“

Den Namen erhielt die Bande von Interpol in Anlehnung an die „Pink Panther“-Filme aus den 60er- bis 80er-Jahren. Sie haben sich auf Juwelen und Schmuck spezialisiert und sollen weltweit mit verschiedenen Mafia-Organisationen zusammenarbeiten. Die Verbrecher agieren wohl vor allem aus den Balkanstaaten.

Rund 200 Mitglieder sollen den „Pink Panthers“ angehören, auch wenn sie keine Bande im klassischen Sinne, sondern eher ein Netzwerk aus vielen Profidieben sein sollen. Ihnen werden mehrere hundert Raubüberfälle zur Last gelegt. Sie sollen bislang Waren im Wert von mehr als 500 Millionen Euro gestohlen haben. Auch in Deutschland waren sie schon mehrfach aktiv. 2008 soll ein „Pink Panther“ einen Juwelier in Köln überfallen haben.

Erstmeldung: Überfall auf Breguet-Laden in Düsseldorf: Vier Festnahmen

Düsseldorf – Durchbruch für die Polizei: Eine Woche nach dem spektakulären Überfall auf das Luxusuhren-Geschäft „Breguet“ in Düsseldorf wurde die Beute in Serbien sichergestellt. Zudem nahm die serbische Polizei vier Verdächtige fest.

Breguet Luxus-Uhren: Komplette Beute sichergestellt

Laut Polizeiangaben wurde die gesamte Beute des Überfalls sichergestellt. Demnach handle es sich um 41 Uhren und ein Armband. Der Zugriff in Serbien fand bereits am Montag, dem 21. Dezember, statt. „Den serbischen Behörden gelang es außerdem bei dem Zugriff vier Personen festzunehmen“, gab die Polizei Düsseldorf in einer Presseerklärung bekannt.

Was genau die Verdächtigen mit dem Überfall auf das Luxusuhren-Geschäft „Breguet“ zu tun hatten, ist allerdings noch unklar. Wie die Polizei mitteilt, könnten sie sowohl Hehler als auch tatsächlich die ausführenden Täter gewesen sein.

Polizei Düsseldorf: Internationale Zusammenarbeit führt zum Fahndungserfolg

Wo genau in Serbien die Beute gefunden wurde und was genau zur Sicherstellung und den Festnahmen führte, gab die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht bekannt.

An den Ermittlungen war die von der Polizei Düsseldorf einberufene Ermittlungskommission „EK Uhr“ gemeinsam mit dem BKA, der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und den Polizeibehörden in Serbien beteiligt. (bs)

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