1. 24RHEIN
  2. Düsseldorf

Düsseldorf: Außer „Rheinkomet“ sind auch andere Lichtshows am Rheinturm möglich

Erstellt:

Von: Stefanie Knupp

Lichtinstallation zur Tour de France
Der Rheinturm wird oft für Lichtinstallationen genutzt, so wie hier vom „Rheinkomet“ zum Start der Tour de France 2017. © David Young/dpa

Eine Stiftung hatte geklagt, weil die Lichtshow eines Unternehmens am Rheinturm der eigenen Idee zu ähnlich war. Das Landgericht Düsseldorf wies die Klage jetzt ab.

Düsseldorf – Am 240 Meter hohen Rheinturm an der Düsseldorfer Rheinpromenade kann es neben der Lichtshow „Rheinkomet“ weitere Installationen geben. Das Düsseldorfer Landgericht wies am Mittwoch die Klage einer Stiftung ab, die 2016 eine aus starken einzelnen Strahlen bestehende Installation mit dem Titel „Rheinkomet“ gezeigt hatte und gegen eine andere, im Oktober 2020 geplante Lichtshow vorgegangen war. Diese sei aber so verschieden, dass sie nicht gegen das Urheberrecht verstoße, teilte das Gericht nun mit.

Die Richter befanden, der weithin sichtbare „Rheinkomet“ mit seinen weißen Strahlen sei ein Werk der bildenden Kunst. Dagegen stehe bei der anderen Lichtshow die individuell gestaltete Fläche, die auf den Schaft des Rheinturms selbst projiziert werde, im Mittelpunkt. Da die Wortmarke „Rheinkomet“ nicht verwendet wurde, bestehe kein Unterlassungsanspruch aus Markenrecht. Der Streitwert lag bei 70.000 Euro. Gegen das Urteil ist Berufung möglich.

Rheinturm Düsseldorf: Einstweilige Verfügung aufgehoben – andere Lichtshows möglich

Mit einer einstweiligen Verfügung des Gerichts hatte die Stiftung sich zunächst durchsetzen können. Die Stiftung hatte 2016 anlässlich der Feierlichkeiten zu 70 Jahren NRW eine Lichtinstallation auf der Kuppel des Rheinturms in Düsseldorf aufgeführt. Aus der Mitteilung des Gerichts geht hervor, dass damals 56 Xenon-Gasentladungslampen, die auf einer Höhe von 195 Metern einzeln bewegt und gesteuert werden konnten.

Das Düsseldorfer Großhandelsunternehmen Metro hatte im Oktober eine eigene Installation angebracht, die zunächst untersagt worden war. Der Beschluss wurde vom Landgericht Düsseldorf jetzt aufgehoben. Auch die Telekom hatten den Rheinturm schon einmal für Lichtinstallationen genutzt. In diesem Fall hatten sich Stiftung und Unternehmen aber einigen können. (sk mit dpa)

Auch interessant