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Nach Rassismus-Vorwürfen: Düsseldorfer Schauspielhaus entschuldigt sich bei Ensemblemitglied Ron Iyamu

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Größte Grünfassade Europas, auf dem Kö-Bogen II
Das Düsseldorfer Schauspielhaus liegt am Gustaf-Gründgens-Platz und wurde umfangreich renoviert (Archivbild). © Jochen Tack/IMAGO

Nachdem der Schauspieler Ron Iyamu seine Rassismus-Anschuldigungen öffentlich gemacht hatte, meldete sich das Düsseldorfer Schauspielhaus jetzt mit einer Stellungnahme.

Düsseldorf – Nach Rassismus-Vorwürfen gegen das Düsseldorfer Schauspielhaus haben die nordrhein-westfälische Landesregierung und die Landeshauptstadt eine konsequente Aufarbeitung der Vorfälle gefordert. „Dass ein Schauspieler am Schauspielhaus rassistisch behandelt und diskriminiert wird, ist nicht tolerierbar“, erklärten NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) und der Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) am Montag in einer gemeinsamen Mitteilung. „Es ist notwendig, dass das Schauspielhaus die Vorfälle konsequent aufarbeitet, entsprechende Konsequenzen zieht und Maßnahmen ergreift, dass sich dies nicht wiederholen kann.“ Die Bühne wird vom Land und der Stadt getragen.

Düsseldorfer Schauspielhaus: Ron Iyamu geht mit Vorwürfen an die Öffentlichkeit

Der Schauspieler Ron Iyamu, der seit 2019 Ensemblemitglied ist, hatte die Vorwürfe im WDR öffentlich gemacht. Auf Instagram schrieb er später, dass er seit zweieinhalb Jahren im Schauspielhaus immer wieder Rassismus erlebe. „Rassistische und sexistische Strukturen“ seien am Schauspielhaus ein Dauerzustand. „Immer wieder wurden mir Versprechungen gemacht wie „Wir reden darüber in der Produktion“ und „Ich rede darüber mit den Regisseuren“, aber bis heute ist nichts passiert.“

Daher habe er sich entschieden, an die Öffentlichkeit zu gehen. „Es geht mir dabei nicht darum einen Shitstorm heraufzubeschwören. Es geht mir darum, dem Düsseldorfer Schauspielhaus zu zeigen, dass Rassismus keine Empfindlichkeit ist, die so hingenommen werden kann.“ Er wolle das Gespräch in die Öffentlichkeit ziehen, „da ich mich hinter den Fassaden des Schauspielhauses allein gelassen und machtlos fühle“.

Düsseldorfer Schauspielhaus entschuldigt sich und hofft auf Gespräche

Das Schauspielhaus in Düsseldorf entschuldigte sich in einer öffentlichen Stellungnahme bei Iyamu. „Wir bedauern sehr, dass wir den Vorfällen nicht konsequenter begegnet sind. Das war ein Fehler.“ Das Haus habe die persönliche Betroffenheit Iyamus, das Ausmaß der Verletzungen und vor allen Dingen die Aufarbeitung falsch eingeschätzt. „Wir bitten um Entschuldigung für die entstandenen Verletzungen und hoffen auf die Fortführung der persönlichen Gespräche.“

Da die Kultureinrichtungen in NRW coronabedingt geschlossen sind, zieht es die Menschen ins Freie. Die Stadt schaffte das „Verweilverbot“ wieder ab – aber andere Regeln wurden verlängert (dpa) 

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