1. 24RHEIN
  2. Düsseldorf

Attacke auf Schiedsrichter in Düsseldorf – Hobby-Fußballer muss Strafe zahlen

Erstellt: Aktualisiert:

Blick auf das Landgericht und Amtsgericht in Düsseldorf.
Das Urteil wurde vor dem Amtsgericht in Düsseldorf gesprochen (Symbolbild). © Rolf Vennenbernd/dpa

Vor gut einem Jahr griff ein Kreisliga-Fußballer einen Schiedsrichter an. Für seinen Ausraster musste er sich vor Gericht verantworten. Jetzt gibt es ein Urteil.

Düsseldorf – Nach einer brutalen Attacke auf einen Schiedsrichter in Düsseldorf muss ein Hobby-Fußballer 2000 Euro Strafe zahlen. Eine Amtsrichterin verurteilte den 24-Jährigen am Dienstag (5. Oktober) wegen Körperverletzung, weil er dem Referee zwei Fausthiebe gegen den Hals verpasst hatte.

Ende September 2020 war in Düsseldorf bei einem Spiel der Kreisliga B zwischen Eller 04 und dem SV Garath der Schiedsrichter attackiert und verletzt worden. Nachdem ihm der Referee in der 80. Minute nach wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte gezeigt hatte, war ein Spieler aus Garath ausgerastet.

Düsseldorf: Angeklagter bestritt gezielte Schläge

Nach Überzeugung des Gerichts war die Attacke aber deutlich weniger gefährlich als in der Anklage und von Zeugen der gegnerischen Mannschaft beschrieben. So habe der 24-Jährige nicht gezielt auf den Kehlkopf des Schiris geschlagen und ihm auch keinen Handkantenschlag verpasst. Der Referee sei auch nicht in Lebensgefahr gewesen.

Ob der 60-Jährige danach bewusstlos war, darin widersprachen sich die Zeugen. Der Angeklagte hatte gezielte Schläge bestritten - er habe den Schiedsrichter nur geschubst. Vergeblich forderte der Staatsanwalt acht Monate Haft auf Bewährung: Die Schläge seien dennoch gefährlich gewesen. Der Garather SV hatte seinen Spieler nach dem Vorfall aus dem Verein geworfen und ihm das Betreten der Sportanlagen verboten. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant