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Silvester in Düsseldorf: Böller-Verbot in der Altstadt – wo Feuerwerk verboten ist

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Von: Stefanie Knupp

Abgebrannte Böller liegen nach der Silvesternacht auf der Reisholzer Straße, während im Hintergrund Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen.
Solche Bilder wie hier von der Reisholzer Straße soll es in der Düsseldorfer Altstadt nicht geben (Archivbild). © David Young/dpa

Düsseldorf hat die Verbotszone für Feuerwerk an Silvester auf den Bereich Apolloplatz und Rheinkniebrücke ausgeweitet. OB Keller appelliert, auf Böller zu verzichten.

Düsseldorf – Zum Jahreswechsel dürfen in der Altstadt von Düsseldorf keine Raketen und Böller gezündet werden. So weit, so bekannt. Jedoch weitete die Stadt die Böller-Verbotszone in diesem Jahr aus.

Silvester in Düsseldorf: Feuerwerk am Apolloplatz verboten

Erstmals wurde das Abbrennen von Feuerwerk in der Altstadt 2016/17 per Allgemeinverfügung verboten. Daran hält die Stadt Düsseldorf bis heute fest und weitet das böllerfreie Gebiet zum Jahreswechsel 2022 aus. „Im Gegensatz zu den Vorjahren wird der Geltungsbereich auf Grundlage der Erfahrungen von Polizei und Feuerwehr und angesichts der unterjährigen Feststellungen zu Personenansammlungen im Bereich Apolloplatz/Rheinkniebrücke südlich ausgeweitet“, hieß es in einer Mitteilung.

Verboten ist das Mitführen und Abbrennen von Feuerwerk der Kategorie F2 – dazu gehören zum Beispiel Raketen, Böller und Feuerwerksbatterien. Erlaubt ist hingegen Jugendfeuerwerk wie Wunderkerzen oder Bodenfeuerwirbel.

Düsseldorf Altstadt: Ordnungsamt an Silvester mit mehr Kräften unterwegs

Als Grundlage für das bereits seit einigen Jahren geltende Verbot beruft sich die Stadt Düsseldorf die Erfahrungen aus den Vorjahren (bis 2016). In der neuen Allgemeinverfügung heißt es: „Die Düsseldorfer Altstadt mit ihren engen Gassen, dem Burgplatz und der Rheinuferpromenade ist zum Jahreswechsel traditionell Anziehungspunkt für viele tausend Menschen, die dort das Neue Jahr begrüßen wollen.“ Die Beobachtungen aus den Jahren vor 2016 haben demnach gezeigt, dass dort massenweise Feuerwerk abgebrannt, dabei auch Menschen verletzt wurden. Auch Einsatzkräfte wurden mit Pyrotechnik beschossen.

Normalerweise sollte beim Anzünden von F2-Feuerwerk ein Sicherheitsabstand von 8 Metern eingehalten werden. In der Düsseldorfer Altstadt ist das kaum möglich, einige Gassen sind nicht einmal so breit. Trotz Corona-Pandemie rechnet die Stadt auch an Silvester 2020/21 mit einem hohen Besucheraufkommen in der Altstadt, in der es zuletzt öfter zu Gewalttaten gekommen ist, und weitet die Verbotszone in südliche Richtung aus. „Das Ordnungsamt wird die Zahl seiner Einsatzkräfte zum Jahreswechsel deutlich erhöhe“, kündigt die Stadt an. Die Polizei werde die Maßnahmen erneut unterstützen.

Düsseldorfs OB Keller appelliert: Auf privates Feuerwerk verzichten

Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller geht sogar noch einen Schritt weiter und appelliert an alle Bürger, auch freiwillig auf privates Feuerwerk zu verzichten – „allein auch aus Respekt vor den Pflegekräften und auch Patienten in den Kliniken.“ Diese stünden wegen der Pandemie ohnehin unter Druck. „Deshalb ist jeder Böller, der nicht gezündet wird auch in diesem Jahr wieder ein Zeichen des Miteinanders und der Vernunft!“, so Keller. (sk) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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