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„Little Tokyo“: Düsseldorf will japanische Straßenschilder aufhängen

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Von: Stefanie Knupp

Schaufenster eines japanischen Geschäftss
Japanische Schriftzeichen sind in „Little Tokyo“ in Düsseldorf allgegenwärtig (Archivbild). © Barbara Kirchhof/imago

In „Little Tokyo“ in Düsseldorf soll es bald auch Straßenschilder auf Japanisch geben. Die Bezirksvertretung hat eine Beschlussvorlage erstellt.

Düsseldorf – An der Immermannstraße in Düsseldorf trifft rheinische auf japanische Kultur. Hier reihen sich japanische Restaurants an japanische Geschäfte. Die Stadt will das asiatische Flair des Viertels, das als „Little Tokyo“ bekannt ist, durch Straßennamensschilder unterstreichen. Die Bezirksvertretung verspricht sich davon einen positiven Marketing-Effekt.

„Little Tokyo“ Düsseldorf: BV verspricht sich Marketing-Effekt

In einer Beschlussvorlage der Bezirksvertretung (BV) 1 heißt es, die Anregung zu den Schildern mit japanischen Schriftzeichen sei aus der Bevölkerung gekommen. Da ein positiver Marketing-Effekt zu erwarten sei und die „touristische Atmosphäre“ des Viertels so unterstützt werden könne, will die BV die Neuerung beschließen.

Immermannstraße: Das ist „Little Tokyo“

Das als „Little Tokyo“ bezeichnete Viertel liegt zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Stadtmitte und führt entlang der Immermannstraße und der Klosterstraße. Hier gibt es unter anderem japanische Geschäfte, Buchhandlungen, Ramen-Imbisse und Restaurants. Nach Angaben des Düsseldorfer Tourismusverbands leben mehr als 8000 Japaner in der Landeshauptstadt. Seit 2002 organisiert die japanische Gemeinde in den Japan-Tag in Düsseldorf, um das kulturelle Miteinander zu feiern.

Düsseldorf: Japanische Straßenschilder können nicht überall hängen

Einen Haken gibt es allerdings. Die Schilder mit japanischen Schriftzeichen können nicht überall hängen. Denn: Die Masten, an denen solche Schilder befestigt werden könnten, sind bereits von zahlreichen Ampeln und Verkehrsschildern belegt. Möglich ist die Anbringung jedoch am Anfang und am Ende der Immermannstraße – an der Kreuzung Karlstraße und auf Höhe Ernst-Schneider-Platz.

Düsseldorf: Straßenschilder auf Japanisch sollen im Oktober beschlossen werden

Die nächste Sitzung der BV 1, die für die Stadtteile Altstadt, Carlstadt, Stadtmitte, Pempelfort, Derendorf und Golzheim zuständig ist, findet Anfang Oktober statt. Dann soll der Beschluss abgesegnet werden. Die Kosten für die japanischen Schilder sollen aus dem Etat des Amts für Verkehrsmanagement für Straßenbeschilderung getragen werden können, heißt es in der Vorlage.

Während die Immermannstraße um ein paar Schilder reicher wird, sollen einige Straßen in Düsseldorf ganz umbenannt werden. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Das Thema wurde im September erneut zum Thema im Stadtrat, nachdem der Vorgang zunächst ins Stocken geraten war. (sk) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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