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Düsseldorfer Kö: Brütende Gänse behindern Arbeiten am Tritonbrunnen

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Von: Lydia Mayer

Brütende Gans im Tritonenbrunnen in Düsseldorf
Brütende Gänse behindern einige Arbeiten am Tritonenbrunnen in Düsseldorf. Vorerst wird an anderer Stelle weitergewerkelt. © Stadt Düsseldorf

Brütende Gänse sorgen für Verzögerungen der Sanierungsarbeiten am Tritonenbrunnen in Düsseldorf. Die Arbeiter machen einen Bogen um die Tiere, arbeiten an anderer Stelle weiter.

Düsseldorf – Wegen eines brütenden Gänsepaares musste ein Teil der Sanierungsarbeiten am Tritonenbrunnen in Düsseldorf unterbrochen werden, wie die Stadt in einer Mitteilung informiert. Die Tiere seien in der vergangenen Woche auf der Westseite des Brunnens entdeckt worden.

Gänse verzögern Sanierung von Düsseldorfer Tritonenbrunnens: Arbeit geht mit räumlichen Abstand weiter

Der zuständige Architekt habe die Tierrettung informiert. Gemeinsam mit einem hinzugezogenen Amtstierarzt wurde zum Wohl der Tiere abgestimmt, dass nur Arbeiten mit einem Abstand von fünf Metern wieder aufgenommen werden. Pflasterungsarbeiten bis zu den Balustraden und Reinigungsarbeiten könnten so nur mit der entsprechenden Distanz fortgeführt werden. Im Anschluss an die Brutzeit, die in etwa drei Wochen zu Ende sein sollte, würden die Natursteinarbeiten an der Westseite wieder fortgesetzt.

Die abschließenden Naturstein- und Reinigungsarbeiten an der Ostseite des Tritonenbrunnens können derweil wie geplant fortgeführt werden. Die Arbeiten an der Ostseite des Tritonenbrunnens sollen so Ende April fertig gestellt werden. Die Gesamtmaßnahme wird voraussichtlich Mitte bis Ende Mai abgeschlossen. Ursprünglich sollten die kompletten Arbeiten bereits im April beendet sein.

Der Tritonenbrunnen und die Königsallee mit Stadtgraben und Gartenanlage sind seit 1994 als Gesamtanlage denkmalgeschützt.

Sanierung des Düsseldorfer Tritonenbrunnens: Arbeiten nicht zum ersten Mal verzögert

Es ist aber nicht das erste Mal, dass es bei den Arbeiten am Brunnen, die im Februar 2018 begonnen haben, zu Verzögerungen kommt. So wurde damals festgestellt, dass der Wurzelwuchs von angrenzenden Platanen die Seitenbalustraden des Tritonenbrunnens über die Jahre beschädigt und weggedrückt hatte.

Deswegen wurden die Platanen gefällt, die Balustraden abgenommen und saniert. Dabei wurden starke statische Mängel an den Stützmauern entdeckt, die nicht nur zu einer zeitlichen Verzögerung geführt hatten, sondern eine umfassendere Sanierung des Brunnens nötig machten. Eigentlich sollten nur die Seitenbalustraden restauriert werden. Die Kosten stiegen dadurch von den geplanten 125.000 Euro auf 400.000 Euro.

Ganz schön teuer könnte auch die Sanierung des denkmalgeschützten Düsseldorfer Opernhauses für die Stadt werden. Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) hingegen sprach sich deshalb für den Neubau eines Opernhauses für Düsseldorf aus.

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