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Aufgrund steigender Corona-Zahlen: Uniklinik Düsseldorf verschiebt alle planbaren Eingriffe

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Von: Benjamin Stroka

Der Eingang der Uniklinik in Düsseldorf.
Die Uni-Klinik in Düsseldorf ruft aufgrund des Coronavirus die nächste Stufe des Notfallplans aus. © imago images / Olaf Döring

Die Uniklinik Düsseldorf reagiert mit der nächsten Stufe ihres Notfallplans auf die steigende Zahl an Corona-Patienten. Alle planbaren Eingriffe werden vorerst abgesagt.

Düsseldorf – Die Corona-Lage in Düsseldorf spitzt sich immer weiter zu. Jetzt hat die Uniklinik die nächste Stufe ihres Notfallplans ausgerufen: Alle planbaren Eingriffe werden ab dem 14. Dezember verschoben.

Uniklinik Düsseldorf: Die Zahl der am Coronavirus erkrankten Menschen steigt weiter an

„Mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie ist keine Entspannung der Lage erkennbar“, teilt das Universitätsklinikum mit. Es sei sogar das Gegenteil der Fall: Die Zahl der Patientinnen und Patienten mit COVID-19, die stationär versorgt werden müssen, steige in Düsseldorf und in der Uniklinik weiter an.

Am 11. Dezember wurden insgesamt 58 Patientinnen und Patienten, die nachweislich mit COVID-19 infiziert sind, in der Düsseldorfer Uniklinik behandelt. Davon liegen 14 auf der Intensivstation und elf müssen beatmet werden. Am Montag (7. Dezember 2020) lag die Zahl noch 54 Erkrankten.

Uniklinik Düsseldorf: Fokus auf Notfallpatienten und Behandlungen, die nicht aufgeschoben werden können

Aufgrund dieser angespannten Situation habe die Krankenhausleitung der Uniklinik nun entschieden, „die nächste Stufe des Notfallkonzepts“ anzuwenden. Das heißt konkret: Ab Montag, dem 14. Dezember, werden alle planbaren Eingriffe bis auf Weiteres abgesagt.

Mit sofortiger Wirkung werde man in der Uniklinik nur noch Notfallpatienten versorgen und Behandlungen durchführen, die nicht aufzuschieben seien. Dazu zählen alle Eingriffe, die „dringlich in den nächsten drei bis fünf Tagen erfolgen müssen“.

Man werde verantwortungsvoll prüfen, bei welchen Patientinnen und Patienten die Verschiebung eines geplanten Termins möglich sei und welche Behandlungen notwendig seien. Darunter fallen beispielsweise begonnene oder dringliche Therapien wie eine Chemotherapie. Sollte ein Eingriff vorerst abgesagt werden müssen, dann werde die behandelnde Fachabteilung die Betroffenen kontaktieren. (bs)

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